Seckmauern

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Kreis:Odenwaldkreis
Gemeinde:Lützelbach
Postleitzahl:64750
Vorwahl:09372
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Seckmauern

Werbung
Seckmauern ist mit etwa 1600 Einwohnern der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Lützelbach im südhessischen Odenwaldkreis. Der Ort liegt im Odenwald an der hessisch-bayerischen Landesgrenze. Durch Seckmauern fließt der Steinbach, im örtlichen Dialekt auch Bäsch genannt. Der Überlieferung nach soll Seckmauern aus einem Römischen Kastell des 2. Jahrhunderts n. Chr. hervorgegangen sein. Tatsächlich befand sich das Kastell Seckmauern (ORL 46) etwas über einen Kilometer nördlich des heutigen Ortskerns auf einer Anhöhe. Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung im sogenannten Koppelfutterregister als Sickinmuren weist in das Jahr 1247. Im Jahre 1366 gehörte das Dorf als Teil der Herrschaft Breuberg den Grafen von Wertheim. 1806 kam der Ort mit der Breubergischen Zent Lützelbach an das Großherzogtum Hessen. Nach Auflösung der alten Amtsstruktur 1822 fiel der Ort in den Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Höchst, nach der Reichsjustizreform von 1877 ab 1879 in den des Amtsgerichts Höchst im Odenwald. Hessische Gebietsreform (1970–1977) Am 1. Februar 1971 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen der freiwillige Zusammenschluss mit der Gemeinde Haingrund zur neuen Gemeinde Steinbachtal, die ihrerseits am 1. August 1972 in der Gemeinde Lützelwiebelsbach aufging, die seit dem 1. Juli 1973 Lützelbach heißt. Für Seckmauern wurde, wie für jeden Ortsteil der neugeschaffenen Gemeinde, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet. Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, denen Seckmauern angehört(e). vor 1806: Heiliges Römisches Reich, 1⁄2 Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg/ 1⁄2 Fürstentum Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Zent Lützelbach ab 1806: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande), Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig) ab 1815: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande), Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig) ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt ab 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Erbach ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Steinbachtal ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Gemeinde Lützelwiebelsbach Ab 1973: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Gemeinde Lützelbach 1961: 564 evangelische (= 41,78 %), 775 katholische (= 57,41 %) Einwohner Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Seckmauern 1623 Einwohner. Darunter waren 51 (3,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 294 Einwohner unter 18 Jahren, 663 zwischen 18 und 49, 345 zwischen 50 und 64 und 321 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 651 Haushalten. Davon waren 150 Singlehaushalte, 210 Paare ohne Kinder und 228 Paare mit Kindern, sowie 51 Alleinerziehende und 12 Wohngemeinschaften. In 129 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 429 Haushaltungen lebten keine Senioren. Seckmauern gilt als eine kleine Faschingshochburg im nördlichen Odenwald. Neben den Prunksitzungen ist vor allem der Umzug am Faschingssonntag ein jährlicher Höhepunkt der Gemeinde. Der Sportverein TSV Seckmauern 1912 e. V. besteht seit 1912, seit der Wiedergründung 1947 und der Gründung einer Fußballabteilung 1949 ist der Verein hauptsächlich im Fußball aktiv und spielte mehrfach in den Gruppenligen der Region. Im Verein sind 600 Mitglieder aktiv. Das Sportgelände des TSV Seckmauern liegt jenseits der Gemeinde- und Landesgrenze auf der Gemarkung der bayerischen Stadt Wörth am Main, so dass der hessische Verein kurioserweise seine Heimspiele in einem anderen Bundesland austrägt. Daneben gibt es noch einen Spielplatz, einen Boule-Platz, zwei katholische und eine evangelische Kirche. Webauftritt der Gemeinde Lützelbach Ortsteile. In: Internetauftritt. Gemeinde Lützelbach, archiviert vom Original am 28. Oktober 2012; abgerufen am 3. September 2018. Seckmauern, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Literatur über Seckmauern nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie Anmerkungen Einzelnachweise Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Seckmauern zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Seckmauern anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Seckmauern auch offline nutzen.

Stadtplan und Landkarte von Seckmauern

Klicken Sie auf die Karte, um zum Stadtplandienst zu gelangen.

Stadtplan Seckmauern
Stadtplan Seckmauern
Übersichtsplan Seckmauern
Übersichtsplan Seckmauern
Landkarte Seckmauern
Landkarte Seckmauern
Werbung
Copyright Karten: Euro-Cities GmbH | Daten: OSM-Mitwirkende | Texte aus Wikipedia stehen unter der Lizenz CC-BY-SA 4.0