Bissingen an der Teck

Land:Deutschland
Bundesland:Baden-Württemberg
Kreis:Landkreis Esslingen
Gemeinde:Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Weilheim an der Teck
Postleitzahl:73266
Vorwahl:07023
Einwohner:3.666
Webseite:http://www.bissingen-teck.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Bissingen an der Teck

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Bissingen an der Teck ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Bissingen ist mit einem Großteil seiner Gemarkung (73,5 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Bissingen selbst liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, der Ortsteil Ochsenwang auf der Albhochfläche. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhenlage von 384 m an der Grenze zu Nabern bis 830 m im Brucker Hölzle, das zugleich den höchsten Punkt des Landkreises Esslingen darstellt. Die Gemeinde Bissingen an der Teck besteht aus dem Kernort Bissingen und dem Ortsteil Ochsenwang. Angrenzende Gemeinden sind Kirchheim unter Teck im Norden, Weilheim an der Teck im Osten, Neidlingen im Südosten, Lenningen im Süden, Owen im Westen und Dettingen unter Teck im Nordwesten (alle Landkreis Esslingen). Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014. Als einer der ersten Orte im Kreis Esslingen wird Bissingen im Jahr 769 in der schriftlichen Überlieferung des Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Vom 11. Jahrhundert bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte Bissingen den Zähringern, danach den Herzögen von Teck. An Württemberg gelangte der Ort 1326 mit dem Erwerb der österreichischen Hälfte der Herrschaft Teck und wurde dem Amt Kirchheim zugeordnet. Bissingen blieb auch nach der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg beim Oberamt Kirchheim. Im Zuge der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Bissingen im Jahr 1938 zum Landkreis Nürtingen. 1945 bis 1952 gehörte die Gemeinde zum Nachkriegsland Württemberg-Baden, das 1945 in der Amerikanischen Besatzungszone gegründet worden war, ab 1952 zum neuen Bundesland Baden-Württemberg. Die Kreisreform von 1973 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Esslingen. Am 1. Januar 1975 wurde Ochsenwang nach Bissingen eingemeindet. Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze). In Bissingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Bissingen hat nach der letzten Wahl 14 Mitglieder (2019: 15). Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Im Januar 2011 wurde der bisherige Gemeindekämmerer Marcel Musolf mit 96 % der Stimmen im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Wolfgang Kümmerle gewählt. Musolf wurde im Januar 2019 mit 99,1 % der Stimmen im Amt bestätigt. Blasonierung: In Rot auf einem grünen Berg eine eintürmige silberne (weiße) Burg (Turm mit Kegeldach links). Seit 1911 führt die Gemeinde als Ortswappen in mehrmals veränderten Darstellungen im roten Schild den silbernen Teckturm auf grün bewaldetem Berg. Die Gemeindeflagge ist Weiß-Rot (Silber-Rot). Das Wappen in der heutigen Form und die Flagge wurden 1975 vom Innenministerium verliehen. Bissingen ist aufgrund der Lage am Albtrauf umgeben von zahlreichen Rad- und Wanderwegen. Oberhalb des Ortes an der Traufkante verlaufen sowohl der Fernwanderweg Albsteig (auch Schwäbische-Alb-Nordrandweg) als auch der Fernradweg Alb-Crossing. In Ochsenwang befindet sich das Mörikehaus Ochsenwang. Die südöstlich von Bissingen gelegene Burgruine Hahnenkamm war eine Satellitenburg der Teck. Die spätgotische Marienkirche (1275 erstmals genannt) beherbergt einen Steinaltar von 1542 mit einem reich verzierten, barocken Altargitter. Die Orgel wurde 1824 von Johann Viktor Gruol erbaut. Bissingen besitzt einen Musikverein für Blasmusik, gegliedert in Jugend- und Stammkapelle. Als Hauptquartier dient der „Farrenstall“ in der Pfarrstraße 16. Am 21. Mai 2006 wurde der Musikverein beim Landeswettbewerb im Rahmen des Landesmusikfestes in Villingen-Schwenningen Landesmeister in der Oberstufe und im Mai 2007 auf dem Bundeswettbewerb in Würzburg Vizebundesmeister in der Oberstufe. Am 16. Mai 2010 verteidigte er beim Landesmusikfest 2010 in Metzingen der Titel „Landesmeister in der Oberstufe“. Bissingen besitzt auch einen Gesangsverein. Der MGV (Männergesangsverein) ist gegliedert in einen Kinderchor (die „Kibize“), einen gemischten Chor („Frischer Wind“) und einen Männerchor. Bissingen liegt inmitten ausgedehnter Streuobstwiesen. Um diese Biotope aufrechtzuerhalten, setzt sich der Obst- und Gartenbauverein Bissingen durch die Pflege alter Baumbestände dafür ein, dass Landschaft und Sorten auch für künftige Generationen erhalten bleiben. Dies geschieht unter anderem durch die Betreuung gemeindeeigener Streuobstwiesen und die Einrichtung eines Altsorten-Muttergartens. Das Randecker Maar im Ortsteil Ochsenwang ist ein ehemaliger Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans, der auch die Voraussetzungen für die Entstehung des angrenzenden Schopflocher Moors schuf. Marquard I. von Randeck (um 1296–1381), Patriarch von Aquileja, Bischof von Augsburg Johann Viktor Gruol der Ältere (1766–1836), Orgelbauer Johann Viktor Gruol der Jüngere (1807–1871), Orgelbauer Christoph Ludwig Goll (1824–1897), Orgelbauer Georg Ehni (1828–1904), Reichstagsabgeordneter Robert von Gaupp (1836–1908), Staatsrat, Landtagsabgeordneter Friedrich Goll (1839–1911), Orgelbauer Wilhelm Ederle (1901–1966), Mediziner Ignaz Speckle (1754–1824), von 1789 bis 1795 Verwalter des Pfleghofes von St. Peter in Bissingen, anschließend letzter Abt des Benediktiner-Klosters St. Peter auf dem Schwarzwald Eduard Mörike (1804–1875), Schriftsteller und Pfarrer, lebte von 1832 bis 1833 in Ochsenwang Adolf Burkhardt (1929–2004), lutherischer Geistlicher und Präsident des Internationalen Christlichen Esperanto-Bunds, wirkte zwischen 1972 und 1991 als Pfarrer in Bissingen an der Teck Bissingen an der Teck. In: Rudolf Moser (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Kirchheim (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 16). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1842 (Volltext [Wikisource]). Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 155–176 Der Landkreis Esslingen. – Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seite 361 Manfred Keller, Alfred Hub: 1225 Jahre – 769–1994 Bissingen – Heimat zwischen Teck und Breitenstein, erste Ausgabe 1952, zweite Ausgabe 1972, dritte Ausgabe 1995 Website der Gemeinde Bissingen bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Bissingen an der Teck zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Bissingen an der Teck anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Bissingen an der Teck auch offline nutzen.

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Stadtplan Bissingen an der Teck
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Übersichtsplan Bissingen an der Teck
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Landkarte Bissingen an der Teck
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