Schnabelwaid

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Kreis:Landkreis Bayreuth
Gemeinde:Creußen (VGem)
Postleitzahl:91289
Vorwahl:09270
Einwohner:1.033
Webseite:https://www.markt-schnabelwaid.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Schnabelwaid

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Schnabelwaid ist ein Markt im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken). Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Creußen. Der Markt Schnabelwaid hat 8 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Es gibt die Gemarkungen Preunersfeld, Schnabelwaid und Schnabelwaider Kitschenrain. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Creußen, Prebitz und Pegnitz. Die Herren von Künsberg waren seit 1410 im Besitz der Burg und des Ortes. Die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth erwarben im Jahr 1668 den Ort. Das Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Schnabelwaid besaß wichtige magistratische Eigenrechte. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Zips eingegliedert. 1961: 0993 Einwohner 1970: 0993 Einwohner 1987: 0893 Einwohner 1991: 0927 Einwohner 1995: 1015 Einwohner 2000: 1004 Einwohner 2005: 1045 Einwohner 2010: 0984 Einwohner 2015: 0981 Einwohner 2016: 0975 Einwohner 65 % der Einwohner sind evangelisch, 23 % katholisch. Die evangelische Maria-Magdalena-Kirche gehört zum Dekanat Pegnitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die katholische Filialkirche St. Otto gehört zur Pfarrei St. Marien mit Sitz in Creußen, Erzbistum Bamberg. Erster Bürgermeister ist seit dem 21. Januar 2007 Hans-Walter Hofmann (CSU). Bei der Kommunalwahl am 2. März 2008 setzte sich Hofmann erneut mit 53,09 % gegen Rüdiger Goller (SPD) durch. Am 16. März 2014 wurde Hofmann mit 57,12 % im Amt bestätigt. Nach der dritten Wahlniederlage gegen Hofmann erklärte Goller seinen endgültigen Rückzug aus der Kommunalpolitik. Der Gemeinderat setzt sich ab März 2020 wie folgt zusammen: CSU 4 Sitze (2014: 5 Sitze) FWG 4 Sitze (2014: 4 Sitze) SPD 0 Sitze (2014: 3 Sitze) Bürgermeister war seit dem 26. September 2006 der Zweite Bürgermeister Hans-Walter Hofmann (CSU), da Bürgermeister Wilhelm Friedrich (SPD) im Alter von 74 Jahren verstorben war. Neuwahlen fanden am 21. Januar 2007 statt. Am Wahlabend wurde der Kandidat der SPD, Rüdiger Goller, als knapper Sieger ausgerufen. Doch schon am nächsten Tag stellte sich heraus, dass die Stimmen falsch ausgezählt worden waren und der CSU-Kandidat Hans-Walter Hofmann die Wahl mit nur sieben Stimmen Vorsprung gewonnen hatte. Für fast sieben Wochen rückte Schnabelwaid in den Mittelpunkt des Interesses von Presse, Rundfunk und Fernsehen: Die Wahl wurde vom SPD-Bewerber angefochten und Strafanzeige erstattet. Es war gut fünf Wochen lang umstritten, ob die Wahl rechtmäßig war, da es bei der Auszählung am Wahlabend zu einer Vielzahl von Verstößen gegen die Wahlordnung gekommen war und auch die Nachzählung am Montag nicht vom Wahlleiter autorisiert wurde. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth konnte Manipulationen ausschließen und stellte am 12. Februar 2007 ihre Ermittlungen ein. Das Landratsamt Bayreuth stellte am 2. März 2007 fest, dass die Wahl gültig ist. Am 15. März 2007 erklärte der unterlegene SPD-Kandidat, dass er aufgrund der erwarteten langen Verfahrensdauer auf eine gerichtliche Nachprüfung verzichte. Am Rande des Ortskerns befindet sich das Schloss Schnabelwaid. Östlich des Gemeindeteiles Craimoos befindet sich der nach ihm benannte Craimoosweiher. Dieser steht unter Naturschutz und ist für bedrohte Vogel-, Insekten- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum. Im Jahre 2014 wurde am Ufer ein Vogelbeobachtungsturm gebaut. Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 648 Hektar, davon waren 369 Hektar Ackerfläche. Schnabelwaid liegt an den zwischen Pegnitz und Bayreuth auf gleicher Trasse verlaufenden Bundesstraßen B 2 und B 85 unweit der Autobahn A 9, zu deren Anschlussstelle 43 Trockau eine direkte Straßenverbindung besteht. Der erste Bauabschnitt der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb führte bis Schnabelwaid und wurde im Juli 1877 eröffnet, ebenso die eingleisige Strecke nach Bayreuth. Die Fortführung bis Marktredwitz und weiter zum Grenzbahnhof Schirnding wurde im folgenden bzw. übernächsten Jahr fertiggestellt. Heute wird der im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) gelegene Bahnhof Schnabelwaid von Zügen der Linien RE 30 und RE 32 bedient. Anschluss in Richtung Bayreuth und Nürnberg besteht jeweils im Zweistundentakt; zur Fahrt nach Marktredwitz muss in Pegnitz umgestiegen werden. Durch Schnabelwaid verläuft der Fränkische Marienweg. Heinrich von Bibra (1711–1788), Fürstbischof und Abt von Fulda Friedrich Zagel (1893–1979), Landrat Johann Kaspar Bundschuh: Schnabelwaid. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 156–157 (Digitalisat). Georg Paul Hönn: Schnabelweid. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 291 (Digitalisat). Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 48. Alfred Schädler: Landkreis Pegnitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 2). R. Oldenburg, München 1961, DNB 457322586, S. 497–509. Pleikard Joseph Stumpf: Schnabelwaid. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 620 (Digitalisat). Gemeinde Schnabelwaid Schnabelwaid: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Schnabelwaid zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Schnabelwaid anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Schnabelwaid auch offline nutzen.

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Stadtplan Schnabelwaid
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Übersichtsplan Schnabelwaid
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Landkarte Schnabelwaid
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