Rutesheim

Land:Deutschland
Bundesland:Baden-Württemberg
Kreis:Landkreis Böblingen
Postleitzahl:71277
Vorwahl:07152
Einwohner:10.112
Webseite:http://www.rutesheim.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Rutesheim

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Rutesheim ist eine Stadt in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen. Rutesheim liegt in der Südwestecke des Strohgäus, das zum Naturraum Neckarbecken gehört. Die Stadt unmittelbar an der Bundesautobahn 8 (A8) ist fünf Kilometer von Leonberg und sieben Kilometer von Heimsheim entfernt. Benachbarte Siedlungen sind (von Nordost im Uhrzeigersinn) Heimerdingen, Gebersheim, Leonberg, Eltingen, Warmbronn, Renningen, Malmsheim, Heimsheim, Flacht und Weissach. Zur Gemeinde Rutesheim in den Grenzen vom 31. Dezember 1971 gehörten neben Rutesheim die Siedlung Rutesheim-Heuweg sowie die abgegangenen Ortschaften Aichingen, Bechingen, Miemingen und Hennenhäusle. Zum 1. Januar 1972 wurde das Nachbardorf Perouse eingemeindet, 2008 die Gesamtgemeinde zur Stadt erhoben. Im Stadtteil Perouse leben rund 1.300 Einwohner. Zu Rutesheim gehört das nördlich von Heimsheim gelegene Naturschutzgebiet Feuerbacher Heide-Dickenberg, welches zum FFH-Gebiet Calwer Heckengäu gehört. Es grenzt an das Landschaftsschutzgebiet Heimsheim. Südlich von Rutesheim liegt das Landschaftsschutzgebiet Bohlhalde mit Hang und westlich des Ortes das Landschaftsschutzgebiet Schafwäsche. Nördlich von Rutesheim hat die Gemeinde Anteil am FFH-Gebiet Strohgäu und unteres Enztal. Rutesheim, früher auch „Ruthemsen“ geschrieben, wurde erstmals im Jahre 767 in einer Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Politisch gehörte Rutesheim ab etwa 750 zum Glemsgau, ein Herrschaftsbezirk eines Gaugrafen, der ab dem 13. Jahrhundert nur noch als Regionalbezeichnung diente und als solche vom „Strohgäu“ abgelöst wurde. Rutesheim kam schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch Kauf an die Grafschaft Württemberg. Grundherrlich war Rutesheim im 15. Jahrhundert Bestandteil des Böblinger Witwenguts der Erzherzogin Mechthild. Später kam das Dorf zum Oberamt Leonberg und verblieb auch dort nach der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg. Am 30. Juni 1837 gingen 120 Gebäude in einer Feuersbrunst verloren. 1869 erfolgte mit der Eröffnung des Bahnhofs an der Schwarzwaldbahn der Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Rutesheim 1938 zum erweiterten Landkreis Leonberg. 1945 geriet Rutesheim in die Amerikanische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging. 1973 vollzog sich die Kreisreform in Baden-Württemberg, bei der Rutesheim zum Landkreis Böblingen kam. Das am 1. Dezember 1971 eingemeindete Perouse entstand durch die Ansiedlung von 71 Waldenser-Familien, die ihre am 13. Juni 1699 gegründete Gemeinde in Erinnerung an ihre ursprüngliche Heimatgemeinde Perouse (heute Perosa Argentina) im Piemont nannten. Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg hatte den aus Frankreich vertriebenen Waldensern das Land angeboten. Auf Beschluss der Landesregierung vom 22. Januar 2008 wurde Rutesheim zum 1. Juli 2008 die Bezeichnung „Stadt“ verliehen. Am 26. Juni 2008 übergab Ministerpräsident Oettinger in einem Festakt die Stadturkunde. Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze). Kirchenrechtlich gehörte Rutesheim bis zur Reformation zum römisch-katholischen Landkapitel Grüningen im Speyrer Archidiakonat Trinitatis. Seit der Reformation im Herzogtum Württemberg 1534 gehörte der Ort zur evangelischen Superintendenz Leonberg. Die evangelischen Kirchengemeinden in Rutesheim sind innerhalb der Evangelischen Landeskirche dem Kirchenbezirk Leonberg zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Neubürger unterschiedlicher Konfession hinzu. In der Stadt Rutesheim gibt sechs Kirchengemeinden: drei evangelische (Rutesheim, Perouse und Heuweg-Silberberg), eine evangelisch-methodistische, eine katholische und eine neuapostolische Gemeinde sowie eine altpietistische Gemeinschaft. Bei der Bürgermeisterwahl am 4. Februar 2018 wurde Susanne Widmaier mit 70,87 % der gültigen Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt und trat das Amt am 1. April 2018 an. In Rutesheim wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Rutesheim hat seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 19 Mitglieder (vorher: 20). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzender. Rutesheim pflegt interkommunale Kontakte mit Osterreich Scheibbs in Niederösterreich; Partnerschaft seit 1972 Deutschland Saalburg-Ebersdorf in Thüringen; Kontakte seit 1989 Italien Perosa Argentina in der norditalienischen Region Piemont; Freundschaftsvertrag 2008, Partnerschaft seit 2017 Rutesheim liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 8 (A8), 5 km von Leonberg, 18 km von Stuttgart-Mitte und 22 km vom Flughafen Stuttgart und der Neuen Messe entfernt. Im September 2008 wurde nach dem sechsstreifigen Ausbau der A8 die Anschlussstelle Rutesheim für den Verkehr freigegeben. Die Umgehungsstraße (Nordumfahrung Rutesheim) entlastet seit Juli 2007 den Stadtkern vom Durchgangsverkehr und verbindet das Gewerbegebiet Schertlenswald ortsdurchfahrtsfrei mit der Autobahn. Der Stadtteil Perouse wird durch eine 2017 eröffnete zweite Umfahrung nun vollständig vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Stadt ist über die Schwarzwaldbahn an das Schienennetz angebunden. Auf dieser Strecke verkehren die Linien S6 (Weil der Stadt–Leonberg–Stuttgart) und S60 (Böblingen–Renningen–Stuttgart) der S-Bahn Stuttgart mit dem Halt am S-Bahnhof Rutesheim. Dieser befindet sich 2,5 km vom Rutesheimer Stadtkern entfernt auf dem Gebiet des Leonberger Stadtteils Silberberg, verbunden durch eine Stadtbuslinie des VVS. In Rutesheim sind vor allem mittelständische Betriebe und Handwerksbetriebe ansässig. Neu angesiedelt wurde 2013 die Firma Porsche mit rund 400 Mitarbeitern in Rutesheim. Der Maschinenbauer Voith produziert Hydraulikteile an seinem Standort Rutesheim. Mit dem Gymnasium, der Realschule und der Theodor-Heuss-Schule (Grund- und Werkrealschule) verfügt Rutesheim über drei Schulen. Alle drei bieten offene, ganztägige Angebote. Dafür wurde eine neue Mensa mit Aula im Schulzentrum erstellt. Den Busverkehr zu den Schulen wickeln die Firmen Wöhr-Tours aus Weissach und Seitter aus Friolzheim ab. Weiterhin gibt es zehn Kindergärten und Krippen. Obstsortenanlage Häsel: Anlagen mit etwa 190 alten Obstsorten Rathaus Rutesheim (Geographische Koordinaten: 48° 48′ 28″ N, 8° 56′ 50″ O) Evangelische Johanneskirche Rutesheim (Geographische Koordinaten: 48° 48′ 32″ N, 8° 56′ 34″ O). 1789 wurde die Kirche durch Kirchenrats-Baumeister Wilhelm Friedrich Goez aus Ludwigsburg im Stil jener Zeit um- und ausgebaut. 1854 erhielt der Turm nach dem Entwurf von Architekt Christian Friedrich Leins seine heutige Gestalt. 1956 wurde der Kirchenraum grundlegend umgestaltet. 2017 waren Dachsanierungen und Modernisierungen erforderlich. Rutesheimer Wasserturm (Geographische Koordinaten: 48° 48′ 32″ N, 8° 55′ 58″ O) Wilhelm Kopp (1856–1910), evangelischer Pfarrer, wirkte und starb in Perouse Georg Schmidgall (1867–1953), führender Studentenhistoriker, in Rutesheim geboren Heinz Fuchs (1934–2012), Unternehmer und Rennwagenkonstrukteur Wolfgang Kermer (* 1935), Kunsthistoriker und Hochschulrektor, lebte von 1970 bis 1982 in Rutesheim Die SKV Rutesheim (Sport- und Kulturvereinigung) betreibt die Abteilungen Fußball, Handball, Turnen, Volleyball, Tischtennis, Sportabzeichen, Lauf-Treff, Walking-Treff und die Sängerabteilung. Die Fußballabteilung spielt mit ihren aktiven Teams in der Verbandsliga Württemberg (I.) und der Bezirksliga Enz/Murr (II.), der größte Erfolg war der Aufstieg in die damals drittklassige Amateurliga Württemberg im Jahr 1976. Der CVJM Rutesheim ist mehrfacher deutscher Eichenkreuzmeister im Indiaca. Rutesheim. In: Christoph Friedrich von Stälin (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Leonberg (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 30). J. B. Müller, Stuttgart 1852, S. 232–236 (Volltext [Wikisource]). Herbert Vinçon: Rutesheim mit dem Waldenserdorf Perouse. Heimsheim 2008 Offizielle Internetseite der Stadt Historische Auszüge aus dem Heimatbuch Internetseite über den Ortsteil Perouse Evangelische Kirchengemeinde Johanneskirche Rutesheim PDF Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Rutesheim zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Rutesheim anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Rutesheim auch offline nutzen.

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