Kolsassberg

Land:Österreich
Bundesland:Tirol
Bezirk:Bezirk Innsbruck-Land
Postleitzahl:6115
Vorwahl:05224
Webseite:http://www.kolsassberg.tirol.gv.at/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Kolsassberg

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Kolsassberg ist eine Gemeinde im Tiroler Unterland mit 843 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2023). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol. Kolsassberg liegt zwischen 700 und 906 m, südlich des Inns am Westhang des Weerbachtales, im Unterinntal, zwischen Innsbruck und dem Zillertal. Das Gemeindegebiet umfasst 35,37 Quadratkilometer. Davon sind 45 Prozent bewaldet, ein Viertel sind Almen, zwanzig Prozent alpines Gelände. Nur neun Prozent können landwirtschaftlich genutzt werden. Der Ort umfasst vier Ortsteile: Außerberg Innerberg Hochhäuser Merans Grabungen zeigten, dass der Burghügel schon in der Eisenzeit besiedelt war. Der Ort wurde erstmals 1196 in einer Urkunde Bischof Heinrichs III. von Brixen als „in Villa Cholsaz … in Monte“ erwähnt. Schon im Jahr 1313 wird Kolsassberg als eigenständige Ortsgemeinde bezeichnet. In dieser Zeit, in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, war bereits eine Gerichtsburg südöstlich der späteren Burg errichtet worden, sie wird 1315 urkundlich erwähnt. Da die Herren von Rottenburg gegen den Tiroler Landesherrn Friedrich IV. rebellierten, verloren sie Rettenberg, und die Burg wurde als Pfand vergeben. So kam sie 1492 an Ritter Florian Waldauf, der die Burg neu errichtete. Er verwendete dazu Teile von Alt-Rettenberg, sodass von dieser heute nichts mehr zu sehen ist. In der neuen Schlosskapelle wurden die Reliquien der Waldauffschen Sammlung aufbewahrt, bis sie 1501 in die Nikolauskirche in Hall überführt wurden. Vom 14. bis ins 16. Jahrhundert wurde in Kolsassberg Eisen, Kupfer und Silber abgebaut. Im 18. Jahrhundert verfiel die Burg Rettenstein. 1810 wurden die Reste an den Pfarrer von Kolsass verkauft, der sie für den Bau der Wattener Kirche verwendete. Heute sind nur noch Ruinen der Wehrmauer und die Ecktürme erhalten. Im Jahr 1938 wurde Kolsassberg dem Bezirk Schwaz angeschlossen, kam aber zehn Jahre später wieder zurück zum Bezirk Innsbruck Land. Kolsassberg ist seit jeher ein Teil der Mutterpfarre Kolsass. Expositurkirche Hl. Maria Wallfahrtskapelle Maria Lourdes im Wald westlich von Merans aus 1858, mit Epitaph für den Bauherrn Kooperator Norbert Kraler aus 1885, östlich davon Marmorbrunnen aus 1858 Leachkapelle, Fanghauskapelle, Holzkapelle Burgruinen Alt- und Neurettenberg: Von der ehemaligen Burg Neurettenberg sind nur mehr Wehrmauer und Ecktürme erhalten, da das übrige Material 1810 zum Wiederaufbau der Wattener Kirche verwendet wurde. Das Wappen von Kolsassberg beruht wie das von Kolsass auf dem des ehemaligen Besitzers dieser Burg und zeigt zwei gekreuzte Drachenköpfe auf rotem Grund. Bauernhäuser Wasserreservoir in Merans, klassizierender Torbau, aus 1913 Kolsassberg ist eine landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde. Von den 44 Bauernhöfen wurden 18 im Haupt-, 18 im Nebenerwerb und acht von juristischen Personen geführt. Diese acht bewirtschafteten zwei Drittel der Flächen (Stand 2010). Von den 76 Arbeitsplätzen des Jahres 2011 entfielen 39 auf die Landwirtschaft, sieben auf den Produktionssektor und dreißig auf Dienstleistungen. im Jahr 2011 lebten 374 Erwerbstätige in Kolsassberg. Davon arbeiteten 67 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus. Die Anzahl der Nächtigungen stieg von 29.000 im Jahr 2010 auf 41.000 im Jahr 2019. Die Sommersaison ist länger und stärker als die Wintersaison. Der Ort ist über die Straße von Kolsass her erreichbar, die weiter ins Weerbachtal zur Sagalm (1712 m) am Fuß der Roten Wand (2252 m) und zur Weidener Hütte (1799 m) verläuft. Von dort führt ein früher bedeutender Übergang über die Nafingalm, das 2292 m hohe Geiseljoch und die Geiselalm ins Tuxer- und Zillertal. Die letzten Gemeinderatswahlen fanden 2022 statt. Alfred Oberdanner wurde als einziger Kandidat wieder zum Bürgermeister gewählt. Christian Hochschwarzer (* 1967), ehemaliger Fußballspieler und Amtsleiter Das Gemeindewappen zeigt zwei ineinander verschlungene Drachenköpfe über stilisierten Bergen. Die Drachen stehen für den Ritter Florian Waldauf, den früheren Besitzer der Burg Rettenberg, Die Berge symbolisieren die gebirgige Lage der Gemeinde. Website der Gemeinde 70323 – Kolsassberg. Gemeindedaten der Statistik Austria Kolsassberg, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“ Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Kolsassberg zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Kolsassberg anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Kolsassberg auch offline nutzen.

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Stadtplan Kolsassberg
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Übersichtsplan Kolsassberg
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Landkarte Kolsassberg
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