Blieskastel

Land:Deutschland
Bundesland:Saarland
Kreis:Saarpfalz-Kreis
Postleitzahl:66440
Vorwahl:06842, 06844, 06803
Einwohner:23.020
Webseite:https://www.blieskastel.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Blieskastel

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Blieskastel ([bliːsˈkastl̩], , im örtlichen Dialekt Kaschdel) ist eine Stadt im Saarpfalz-Kreis im Saarland, Deutschland. Sie liegt etwa 15 km südwestlich der Kreisstadt Homburg und 25 km östlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Blieskastel verfügt im Saarland über eine einmalige Stadtanlage und ist durch die barocke Architektur geprägt. Blieskastel ist der Hauptort des Bliesgaus und liegt im Zentrum des Biosphärenreservats Bliesgau. Die Stadt grenzt an die Städte Homburg, St. Ingbert, Zweibrücken und Hornbach, die Gemeinden Gersheim, Kirkel und Mandelbachtal sowie die französischen Gemeinden Ormersweiler, Lutzweiler und Schweyen im Département Moselle. Durch Blieskastel fließt die Blies. Die Ortsteile Niederwürzbach, Lautzkirchen und Alschbach liegen im Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet. Der Jahresniederschlag beträgt 835 mm und liegt damit im oberen Drittel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. 70 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt etwa 1,5 mal mehr Regen als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagsschwankungen liegen im unteren Zehntel. In nur 3 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 108,27 Quadratkilometern. Die Stadtfläche wird folgendermaßen genutzt: 7,2 % Siedlungsfläche, 4,2 % Verkehrsfläche, 59,8 % landwirtschaftliche Flächen, 26,6 % Waldfläche Die Stadt Blieskastel besteht aus Blieskastel-Mitte und 14 Stadtteilen. Nach dem Alphabet sind das Altheim, Aßweiler, Ballweiler, Bierbach an der Blies, Biesingen, Blickweiler, Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach, Mimbach, Niederwürzbach, Pinningen, Webenheim und Wolfersheim. Der Stadtteil Blieskastel-Mitte teilt sich in die Innenstadt von Blieskastel, Alschbach und Lautzkirchen. Der Stadtteil Brenschelbach teilt sich in Brenschelbach, Brenschelbach-Bahnhof und Riesweiler. Zum Stadtteil Ballweiler gehört der Ortsteil Wecklingen und zum Stadtteil Niederwürzbach der Ortsteil Seelbach. Einwohnerzahlen Stand 31. Dezember 2019: Der Gollenstein wurde vor 4000 Jahren errichtet. Er gilt als der größte Menhir Mitteleuropas und als eines der ältesten Kulturdenkmäler in Deutschland. Zwölf Grabhügel an der Straße von Böckweiler nach Mimbach stammen aus der Hallstattzeit. Auf dem Höhenrücken zwischen Wolfersheim und Rubenheim befindet sich eine Grabhügelgruppe mit insgesamt 33 Grabhügeln der Hallstattzeit. Hier wurde das Skelett eines 2 m großen Mannes gefunden, der als Keltischer Riese bezeichnet wird. In einem Steinbruch bei Breitfurt wurden zwei römische Reiterstandbilder gefunden. Die Stephanus-Kirche in Böckweiler im frühromanischen Stil wurde von Mönchen des Benediktinerordens um 850 errichtet und gilt als die älteste Kirche des Saarlandes. Die ehemalige Burg Blieskastel war Sitz der Grafen von Blieskastel, die 1237 ausstarben. Die Tochter des letzten Grafen, Elisabeth, stiftete 1234 das Kloster Gräfinthal. Burg und Herrschaft kamen an die Grafen von Salm, dann 1284 an Bischof Burkhard von Metz, der sie den von Finstingen versetzte. Seit 1337 gehörte Blieskastel zu Kurtrier. Unter den trierischen Amtmännern werden auch die Grafen von Veldenz genannt. 1440 übergab der Trierer Kurfürst Jakob I. die Hälfte der Grafschaft und das „Hungericht“ dem Ritter Friedrich von Loewenstein. 1522 wurde die Burg durch Franz von Sickingen in seiner Fehde mit dem Kurfürsten von Trier zerstört. 1553 wurde die Herrschaft von Blieskastel an die Grafen von Nassau-Saarbrücken verpfändet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Blieskastel entvölkert. Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Freifrau von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude. Mit der Französischen Revolution wurden die von der Leyen 1793 vertrieben und ihr Residenzschloss geplündert und in der Folge zerstört. Die Reste wurden 1802 abgetragen. 1795 kam Blieskastel, wie das ganze linksrheinische Gebiet, unter französische Regierung und wurde 1798 Hauptort des Kantons Blieskastel im Saardepartement. Mit der Niederlage Frankreichs 1814 kam das zu Frankreich gehörende Gebiet links des Rheins zunächst zum Generalgouvernement Mittelrhein. Der Kanton Blieskastel stand seit 1814 unter der gemeinschaftlichen österreichisch-bayerischen Landes-Administrations-Kommission. Am 14. April 1816 schlossen Österreich und Bayern ein Kompensationsgeschäft, wonach dem Königreich Bayern der Rheinkreis, die spätere Pfalz (Bayern), zugeteilt wurde. Dadurch wurde der Kanton Blieskastel am 1. Mai 1816 der Kreisdirektion Zweibrücken unterstellt und kam 1818 zum Landkommissariat Zweibrücken, 1902 zum neu gebildeten Bezirksamt St. Ingbert. Von 1920 bis 1935 gehörte Blieskastel zum Saargebiet, das mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Blieskastel von Saarbrücken aus regiert, bis 1935 als Teil von Pfalz-Saar, bis 1940 als Teil der Saarpfalz und bis zum Kriegsende zusammen mit Lothringen als „Westmark“. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Stadt Blieskastel zunächst in der französischen Besatzungszone und von 1947 bis 1956 im (teil)autonomen Saarland, das nach Ablehnung des zweiten Saarstatuts am 1. Januar 1957 als Bundesland Teil der Bundesrepublik Deutschland wurde. Im Zuge einer Gebiets- und Verwaltungsreform mit Wirkung vom 1. Januar 1974 wurde Blieskastel, das bis dahin zum Landkreis Sankt Ingbert gehörte, Teil des neu geschaffenen Saar-Pfalz-Kreises (heute Saarpfalz-Kreis). Gleichzeitig wurde die Stadt Blieskastel um umliegende Gemeinden erweitert. Seit 1978 ist Blieskastel staatlich anerkannter Kneippkurort. Die urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1098 nennt Gottfried, comes de Castele. Der alte Name Castel bzw. Kastel lebt noch im Volksmund. Das Bestimmungswort des Ortsnamens lieferte der Fluss Blies. In den neulateinischen Schriften des 18. Jahrhunderts wurde der Name Bliescastel als castellum ad Blesam (Kastell an der Blies) wiedergegeben. Bis zum 24. Januar 1904 wurde Blieskastel unter der Schreibweise Bliescastel geführt. Mit Kasteler Krankheit necken die Bewohner des Umlandes den Müßiggang der Kasteler. 1937 wurden die Gemeinden Alschbach und Lautzkirchen eingemeindet. Am 1. Februar 1974 wurden die Gemeinden Altheim, Aßweiler, Ballweiler, Bierbach, Biesingen, Blickweiler, Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach, Mimbach, Neualtheim, Niederwürzbach, Webenheim und Wolfersheim eingegliedert. Nach den Kommunalwahlen, zuletzt am 9. Juni 2024, ergab sich folgende Sitzverteilung: 1945–1956: Alfons Dawo (CVP, CDU) 1956–1963: Richard Buchheit (CDU) 1964–1987: Hermann Gehring (CDU) 1987–2005: Werner Moschel (SPD) 2005–2019: Annelie Faber-Wegener (CDU) seit 2019: Bernd Hertzler (SPD) Bei der Direktwahl des Bürgermeisters am 10. April 2005 konnte sich Annelie Faber-Wegener (CDU) mit 51,8 % der abgegebenen Stimmen gegen Amtsinhaber Moschel (SPD), auf den 48,2 % entfielen, durchsetzen. Bei der Stichwahl der Bürgermeisterwahl am 16. September 2012 wurde Faber-Wegener mit 58,9 % wiedergewählt. Die Bürgermeister-Stichwahl am 9. Juni 2019 konnte Bernd Hertzler (SPD) mit 68,7 % für sich entscheiden. Auf Amtsinhaberin Faber-Wegener (CDU) entfielen 31,3 %. Beigeordnete 2009–2019: Erster Beigeordneter Georg Wilhelm (CDU), Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle (Grüne) seit 2019: Erste Beigeordnete Lisa Becker (Grüne), Beigeordneter Guido Freidinger (SPD) Das Wappen wird wie folgt beschrieben: In Silber auf grünem Boden stehend der an einem grünen Baum gebundene, mit einem goldenen Lendentuch bekleidete und von goldenen Pfeilen durchbohrte goldennimbierte heilige Sebastian in natürlichen Farben und mit goldenen Haaren. Es wurde am 3. Juni 1983 genehmigt. Blieskastel unterhält Gemeindepartnerschaften mit der französischen Gemeinde Le Creusot im Burgund (seit 1989) und mit der italienischen Gemeinde Castellabate in Kampanien (seit 2008). Der historische Stadtkern mit dem Blieskasteler Rathaus (im 18. Jahrhundert erbaut als Oberamts- und Waisenhaus), dem Herkulesbrunnen von 1691 und dem Napoleonsbrunnen („Schlangenbrunnen“) von 1804 ist geprägt durch das Zeitalter des Barock, aus dem auch die Hofratshäuser am Schlossberg stammen. Von diesen Hofratshäusern ist insbesondere das sogenannte „Schlößchen“ von 1776/77 sehenswert, das als Werk des Zweibrücker Baudirektors Christian Ludwig Hautt gilt. Insgesamt umfasst das Ensemble Alt-Blieskastel 133 Einzeldenkmale und weitere 65 unter Ensembleschutz stehende Gebäude. Die Stadt liegt an der Barockstraße SaarPfalz. Oberhalb der Stadt stand einst das Schloss, das im Verlauf der Französischen Revolution zum größten Teil zerstört wurde. Erhalten blieb der im 17. Jahrhundert errichtete, ursprünglich zwölfachsige Lange Bau („Orangerie“). Der Bau wurde 1982 bis 1986 restauriert und wird für Vorträge, Ausstellungen und Konzerte verwendet. Westlich weiter oberhalb der einstigen Schlossanlage befindet sich die von 1776 bis 1778 erbaute ehemalige Klosterkirche der Franziskaner-Rekollekten und heutige katholische Pfarrkirche, die 1778 bis 1793 die Aufgabe einer „Schlosskirche“ übernahm und heute umgangssprachlich ebenso bezeichnet wird. Der Plan der Kirche ist von einem franziskanischen Baumeister namens Minder, die Bauausführung leitete der gräfliche Bauinspektor Peter Reheis. Weiter nördlich auf dem „Han“ steht das seit 2005 von den Franziskaner-Minoriten betreute Wallfahrtskloster Blieskastel. In der Heilig-Kreuz-Kapelle beim Wallfahrtskloster befindet sich seit 1827 das Gnadenbild Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen, das 1786 von Gräfinthal nach Blieskastel überführt wurde. Bei diesem Gnadenbild handelt sich um eine einzigartige Pietà (Vesperbild) aus dem 14. Jahrhundert, in der fünf eiserne, mittelalterliche Pfeilspitzen stecken. Nach der legendenhaften Überlieferung wurden die Pfeile von Frevlern hineingeschossen. Die Kapelle, in der ursprünglich eine Kreuzreliquie verehrt wurde, stammt aus den Jahren 1682/83. Auf einer südlichen Anhöhe steht eine neobarocke protestantische Kirche von 1912. Das Wahrzeichen der Stadt ist der etwa 4.000 Jahre alte Gollenstein, der mit 6,5 m als der größte Menhir Mitteleuropas gilt. Er steht auf dem Höhenrücken bei Blieskastel. Seit April 2012 ist Blieskastel Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten weltweiten Vereinigung von Städten, die sich einem gesunden, genussvollem Essen aus heimischen Produkten, der nachhaltigen Stärkung der regionalen Kultur, der Gastfreundschaft, einer sanften und menschlichen Entwicklung der Infrastruktur, dem Erhalt der Landschaft und dem aktiven Umweltschutz verschrieben haben. Im Blieskasteler Uhrenmuseum „La Pendule“ werden vorwiegend Uhren aus der Barockzeit vom Ende des 17. bis ins 20. Jahrhundert ausgestellt. Blieskastel ist die Heimatstadt des ehemaligen Handball-Bundesligisten TV Niederwürzbach. Seine Heimspiele trug der Verein jedoch nicht in Niederwürzbach aus, sondern im Sportzentrum von Homburg-Erbach. Außerdem spielte die Faustballabteilung des TV Blickweiler in der Hallensaison 80/81 in der Faustball-Bundesliga. Der ortsansässige Fußballverein SC Blieskastel-Lautzkirchen wurde im Jahre 1893 gegründet und die erste Mannschaft des Vereins spielt derzeit in der saarländischen Verbandsliga Nord/Ost. Trofeo der Gemeinde Gersheim: die Stadt ist Partner dieses jährlich am Wochenende nach Fronleichnam stattfindenden Junioren Weltcup Radrennens. Juni: bis 2017 und wieder seit 2022 Blieskasteler Altstadtfest Juli: Webenheimer Bauernfest, eines der größten Volksfeste im Saarland Juli: Saarpfälzische Sommerakademie, Kurse der Freien Kunstschule Saarpfalz in der Orangerie und ihrer Umgebung August: ab 2018 Altstadtfest Franz September: Cittaslow-Markt Oktober: Oktoberfest Blieskastel Der Hauptort Blieskastel besitzt seit dem Fahrplanwechsel vom 23. Mai 1991 keinen Personenverkehr der Eisenbahn mehr. Die Bliestalbahn von Homburg ↔ Zweibrücken über Bierbach, Blieskastel nach Reinheim wurde Ende der 1990er Jahre auf einer Länge von knapp 15 km in einen Fahrradweg umgewandelt, der sich mittlerweile auf französischer Seite bis Saargemünd erstreckt. Brenschelbach war außerdem von 1916 bis 1945 Endpunkt der in Zweibrücken beginnenden Hornbachbahn. Die Bahnstrecke Landau–Rohrbach hat eine Station im Ortsteil Lautzkirchen, die etwa 1,5 km vom ehemaligen Bahnhof Blieskastel entfernt liegt, einen Bahnhof namens Würzbach (Saar) im Ortsteil Niederwürzbach und einen Bahnhaltepunkt im Ortsteil Bierbach. Es bestehen auf der Straße vom Busbahnhof Blieskastel folgende Verbindungen: Die Bundesstraße 423 verläuft durch das Stadtgebiet. Von Frankreich und Mandelbachtal kommend, durchquert sie Aßweiler und Biesingen, führt von der Hochebene hinab nach Blieskastel, überquert die Blies und führt durch den Ortsteil Webenheim weiter zur Bundesautobahn 8 und nach Einöd. Weitere wichtige Straßen sind: L 101: von Mittelbach-Hengstbach über Altheim nach Peppenkum L 102: von der Grenze zu Lothringen an der Siedlung Brenschelbach-Bahnhof über Brenschelbach und Riesweiler nach Peppenkum L 103: von der L 105 zwischen Mimbach und Breitfurt über Böckweiler und Altheim zur L 102 bei Brenschelbach L 105: von der B 423 in Webenheim über Mimbach, Breitfurt nach Gersheim L 111: von St. Ingbert und Hassel über Niederwürzbach, Lautzkirchen und Bierbach nach Wörschweiler und Schwarzenacker (dort Anschluss an die B 423) L 113: von der B 423 im Zentrum Blieskastels über Lautzkirchen nach Kirkel (über die L 119 Anschluss an die Bundesautobahn 6) Das Reha-Klinikum Bliestal Kliniken mit 500 Betten ist der größte Arbeitgeber in Blieskastel. Der größte Industriebetrieb ist die Hager Group, die weltweit etwa 11.000 Beschäftigte hat. In Blieskastel befand sich eine Zweigstelle des Amtsgerichts Homburg, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Saarbrücken gehört. Die Zweigstelle wurde zum 30. September 2011 geschlossen. Blieskastel ist ein über die Region hinaus bedeutender Schulstandort. Neben neun Grundschulen gibt es das Von der Leyen-Gymnasium, eine Gemeinschaftsschule (Geschwister-Scholl-Schule) sowie eine Sonderschule (Franz-Carl-Schule) für lernbehinderte Schüler. In Blieskastel wurde 2001 eine Vestas V47-Windkraftanlage mit 76 m Nabenhöhe und 660 kW Leistung errichtet (Standort: 49° 15′ 4″ N, 7° 17′ 27″ O). Marianne von der Leyen (1745–1804) war von 1775 bis 1793 Regentin in Blieskastel. Ihre sterblichen Überreste ruhen seit 1981 in der Schlosskirche von Blieskastel. Johannes Groh (1786–1857), katholischer Priester, Seminarregens und Domkapitular in der Diözese Speyer David Oppenheimer (1834–1897), deutscher Unternehmer und Bürgermeister von Vancouver, Kanada Carl Johann Becker-Gundahl (1856–1925), deutscher Kirchenmaler und Zeichner Georg Waltenberger (1865–1961), Kunstmaler Karl Eberle (1869–1950), Abgeordneter (SPD) im preußischen Landtag August Bruch (1874–1938), Abgeordneter (BVP) im bayerischen Landtag Adolf Niedhammer (1878–1964), Verwaltungsjurist, Bezirksamtmann, Landrat Emil Heim (1887–1967), kommissarischer Oberbürgermeister von Saarbrücken Nikolaus Lauer (1887–1980), römisch-katholischer Theologe, Schriftleiter und Schriftsteller Joseph Wendel (1901–1960), Kardinal (seit 1953), Bischof von Speyer, Erzbischof von München und Freising Fred Oberhauser (1923–2016), Literaturkritiker Gerhard Knauss (1928–2020), Philosoph Thomas Meier-Castel (1949–2008), Maler und Grafiker Christoph Maria Kohl (* 1955), römisch-katholischer Geistlicher, Domdekan und -kustos im Bistum Speyer Annelie Faber-Wegener (* 1959), Bürgermeisterin von Blieskastel, geboren in Altheim Benedikt Maria Trappen (* 1961), Lehrer, Autor; lebte 1964–1984 in Blieskastel Kerstin Rech (* 1962), Literaturschaffende (Krimi, Hörspiel, Theaterstücke) Annegret Horbach (* 1966), Pflegewissenschaftlerin, Fachautorin und Hochschullehrerin Marc Ziegler (* 1976), Profi-Fußballtorwart Jutta Schmitt-Lang (* 1982), Lehrerin und Politikerin (CDU), Mitglied des Saarländischen Landtages Hans Dahlem, Fred Oberhauser: Blieskastel, Saarbrücken 1982. ISBN 3-921646-52-9 Blieskastel vormals: alte Photos. Saarbrücker Druckerei u. Verlag, Saarbrücken 1983, ISBN 3-921646-58-8, S. 104. Michael Lamla, Gertraud Lamla: Das Franziskanerkloster Blieskastel: 1775–1802. Verlag Die Mitte, Saarbrücken 1994, ISBN 3-921236-71-1. Wolfgang Laufer: Neue Forschungen zur frühen Baugeschichte des Blieskasteler Schlosses (17. Jh.), in: Saarpfalz – Blätter für Geschichte und Volkskunde 2002/2, S. 5–59. Wolfgang Laufer: Munizipalisierung und Reunionsgesuch, Die von der Leyensche Residenz und Herrschaft Blieskastel in den ersten Jahren der Französischen Revolution, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 35 (2009), S. 325–374. Karl Legrum: Die Grafen von der Leyen und das Amt Blieskastel, Ausstellungskatalog, Blieskastel 1991. Annemarie Neumar: Blieskastel: Bilder der Stadt und ihrer Menschen. Hrsg.: Annemarie und Franz Neumar. Blieskastel. Michael H. Schmitt: Die Blies: Gestalterin einer Landschaft. Gollenstein Verlag, Blieskastel 2005, ISBN 3-935731-79-5. Vonhof-Habermayr, Margit: Das Schloß zu Blieskastel. Ein Werk der kapuzinischen Profanbaukunst im Dienste des Trierer Kurfürsten Karl Kaspar von der Leyen (1652–1676) (= Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland. Band 37). Saarbrücken 1996, ISBN 3-923877-37-4, S. 322. Thomas Strauch: Der Mythos um das Vesperbild von Blieskastel, im Jahrbuch zum Bergmannskalender 2008, Seite 177–182. Herausgegeben von der Deutschen Steinkohle AG. Friedrich Toepfer: Beilagen II. Die Grafen von Castel. In: ders. (Bearb.): Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein, Bd. I. Jacob Zeiser, Nürnberg 1866, S. 291–304 (Google-Books) Stadt Blieskastel Stadtbild Blieskastel. (Video-Stream) In: Hüben und Drüben. Saarländischer Rundfunk, 17. Juli 1965, abgerufen am 24. Oktober 2021. Literatur über Blieskastel in der Saarländischen Bibliographie Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Blieskastel zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Blieskastel anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Blieskastel auch offline nutzen.

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Stadtplan Blieskastel
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Übersichtsplan Blieskastel
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Landkarte Blieskastel
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