Biberach an der Riß

Land:Deutschland
Bundesland:Baden-Württemberg
Kreis:Landkreis Biberach
Gemeinde:Verwaltungsgemeinschaft Biberach an der Riß
Postleitzahl:88400
Vorwahl:07351, 07352, 07357
Einwohner:31.419
Webseite:https://biberach-riss.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Biberach an der Riß

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Biberach an der Riß ist eine Große Kreisstadt in Baden-Württemberg. Die Hochschulstadt Biberach liegt im nördlichen Oberschwaben und ist ein Mittelzentrum der Region Donau-Iller im Regierungspräsidium Tübingen. Sie ist die größte Stadt des gleichnamigen Landkreises. Mit den Nachbargemeinden Attenweiler, Eberhardzell, Hochdorf, Maselheim, Mittelbiberach, Ummendorf und Warthausen besteht eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. In Biberach sind viele mittelständische und internationale Firmen ansässig, darunter Boehringer, Liebherr und EnBw. 1083 erstmals urkundlich erwähnt, war Biberach lange Zeit Reichsstadt (nach 1648 Paritätische Reichsstadt) und ist überregional bekannt für seine ins Mittelalter zurückreichenden Kunstdenkmale, die historische Altstadt mit Stadttoren und Türmen, die Zunftsiedlung, die Simultankirche und das Schützenfest. Biberach besitzt außerdem das älteste und größte Kindertheater und das größte Amateurtheater Deutschlands sowie das Filmfest Biberach. Biberach liegt in der Ferienregion Allgäu-Bodensee ist einer der Orte der Oberschwäbischen Barockstraße, der Deutschen Fachwerkstraße, der Schwäbischen Dichterstraße und des Jakobsweges. Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind unter anderen der Dichter Christoph Martin Wieland, der Barockmaler Johann Heinrich Schönfeld und der Architekt des Neuen Bauens Hugo Häring. Biberach liegt im nördlichen Oberschwaben bei 524 bis 653 m ü. NHN, knapp 40 Kilometer südlich von Ulm und knapp 30 Kilometer westlich von Memmingen. Die Stadt befindet sich zu beiden Seiten der Riß, die Namensgeberin für eine Eiszeit war. Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Biberach an der Riß; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Biberach: Warthausen, Maselheim, Ochsenhausen, Ummendorf, Hochdorf, Ingoldingen, Mittelbiberach, Bad Schussenried, Oggelshausen, Tiefenbach, Attenweiler und Schemmerhofen. Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten ehemals selbständigen Gemeinden Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen. Die eingegliederten Gemeinden sind heute Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jeder der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, deren Leiter der Ortsvorsteher ist. Zu einigen Stadtteilen gehören noch räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenen Namen, die jedoch meist nur wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenen Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen: in der Kernstadt: Bachlangen, Bergerhausen, Birkendorf, Burren, Fünf Linden, Gaisental, Hagenbuch, Jordanbad, Mumpfental, Reichenbach und Wolfentalmühle in Mettenberg: Hochstetter Hof und Königshofen in Ringschnait: Bronnen, Schlottertal, Stockland, Winterreute und Ziegelhütte in Rißegg: Halde und Rindenmoos in Stafflangen: Aymühle, Eggelsbach, Eichen, Hofen, Maierhof, Mösmühle und Streitberg Biberach bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Donau-Iller, deren Oberzentren die Städte Ulm und Memmingen sind. Zum Mittelbereich gehören neben Biberach selbst die Städte und Gemeinden des südlichen Landkreises Biberach, im Einzelnen sind dies Attenweiler, Bad Schussenried, Berkheim, Dettingen an der Iller, Eberhardzell, Erlenmoos, Erolzheim, Gutenzell-Hürbel, Hochdorf, Ingoldingen, Kirchberg an der Iller, Kirchdorf an der Iller, Maselheim, Mittelbiberach, Ochsenhausen, Rot an der Rot, Schemmerhofen, Steinhausen an der Rottum, Tannheim, Ummendorf und Warthausen. Im Südosten hat die Stadt Anteil am Naturschutzgebiet Ummendorfer Ried, das gleichzeitig zum FFH-Gebiet Umlachtal und Riß südlich Biberach gehört. Auf dem Biberacher Stadtgebiet befinden sich zudem die Landschaftsschutzgebiete Schloßhalde Warthausen, Katzenhalde, Bestenshalde, Fabrikhalde, Pfannenhalde, Ulmer Steighalde, Fohrhäldele, Weingarthalde, Tobel, Weiherhalde und Nickelshalde, Kalkgruben, Gschwendhalde. Daneben hat Biberach Anteile am Landschaftsschutzgebiet Oberes Rißtal und am FFH-Gebiet Wälder bei Biberach. Die Dürnach nördlich von Ringschnait gehört zum FFH-Gebiet Rot, Bellamonter Rottum und Dürnach. Ein Zeugnis der frühen römischen Besiedlung findet sich in Form einer Villa rustica im städtischen „Burrenwald“ (48° 7′ 10,2″ N, 9° 44′ 28,7″ O). Ausgrabungsergebnisse datieren den römischen Gutshof auf das 2. nachchristliche Jahrhundert. Reste des Hofes sind im städtischen Braith-Mali-Museum zu besichtigen. Weitere römische Fundstellen liegen in den Fluren „Birkenstock“, „Mauren“ bei Stafflangen und „Kirchäcker“ bei Ummendorf. Die Gutshöfe versorgten die Grenztruppen am Limes. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Biberachs erfolgte 1083. Damals lag das heutige Stadtgebiet im Herzogtum Schwaben. Um 1170 wurde die Marktsiedlung gegründet und 1226 wurde diese erstmals als Stadt erwähnt. 1281/82 wurde Biberach von Rudolf I. von Habsburg zur Reichsstadt erhoben. 1312 wurde das Ulmer Recht eingeführt. Um 1239 erfolgte die Gründung des Spitals, eine karitative Einrichtung für alle Bürger, die bis heute Wälder besitzt und das Bürgerheim (Altersheim) betreibt. Im Gegensatz zu anderen Reichsstädten gelang es Biberach nicht, ein über die Stadtgrenze hinausgehendes Territorium zu bilden. Das Umland gehörte stets zu anderen Herrschaften. Mit der Einführung der Baumwolle im 14. Jahrhundert wuchs Biberach zu einer bedeutenden Weberstadt heran. Biberacher Barchent und Leinwand wurden nach ganz Europa exportiert. Mehrere Weberhäuser aus dem 15. Jahrhundert sind noch erhalten.siehe auch Burg Streitberg Das Dorf Baltringen gehörte zum Biberacher Spital. Dort war 1524 ein Zentrum des Deutschen Bauernkriegs. Ab 1500 gehörte die Reichsstadt zum Schwäbischen Reichskreis. Infolge der Reformation entwickelte sich Biberach zu einer konfessionell gemischten Reichsstadt. Die Reformation in Biberach führte zu einem Bildersturm, bei dem 1531 auch der Hochaltar der St.-Martins Kirche zerstört wurde. Die katholische Messe wurde bis zum Augsburger Interim von 1548 verboten. Eine überwiegend protestantische Bevölkerungsmehrheit von etwa 90 % stand zu dieser Zeit einer am römisch-katholischen Glauben festhaltenden Adelsschicht von etwa 10 % feindlich gegenüber. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten am 20. April 1632 schwedische Truppen die Stadt und ließen am nächsten Tag den evangelischen Taufstein wieder in der Stadtpfarrkirche aufstellen. Am 31. Mai 1632 näherten sich Kaiserliche unter dem Kommando von Oberst Wolfgang Rudolf von Ossa der Stadt. Die Katholiken der Stadt wurden drei Tage lang in der Stadtpfarrkirche eingesperrt und erst wieder freigelassen, als Ossa nach seinem am 2. Juni unter schweren Verlusten gescheiterten Sturm auf die Stadt abgezogen war. Nachdem die Schweden unter Feldmarschall Graf Gustaf Horn am 7. September 1633 mit der Belagerung von Konstanz begonnen hatten, nutzte der Oberbefehlshaber über das Heer der Kaiserlichen Graf Johann von Aldringen die Gelegenheit und stieß am 24. September nach Biberach vor. Die Kaiserlichen beschossen am 26. September den Weißen Turm mit Kanonen und übernahmen die Stadt am 27. September. Doch bereits am 25. März 1634 eroberten die Schweden die Stadt wieder zurück, konnten sie aber nicht lange halten. Am 6. September erlitten sie in der Schlacht bei Nördlingen eine schwere Niederlage; Horn geriet in Gefangenschaft. Danach eroberten die Kaiserlichen fast ganz Süddeutschland zurück. Durch den Westfälischen Frieden von 1648 wurde für Biberach sowie für Ravensburg, Augsburg und Dinkelsbühl ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem eingeführt (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten, siehe Paritätische Reichsstadt). Trotz der im Dreißigjährigen Krieg erlittenen Schäden stieg die Einwohnerzahl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf über 4.000 Einwohner an. Damit überholte Biberach das seit dem Spätmittelalter wesentlich wichtigere Fernhandelszentrum Ravensburg. Durch die Entwicklung der modernen Artillerie wurde die bestehende Stadtbefestigung – bestehend aus einem doppelten Mauerring mit bis zu zwei Meter dicken und bis zu sechs Meter hohen Mauern, niedrigeren Zwingermauern, Tief- und Wassergräben sowie den Türmen und Stadttoren – militärisch überflüssig. Sie wurden in Friedenszeiten lediglich zur Erhebung des Einlassgeldes benötigt. Deswegen wurde 1790 damit begonnen, die äußere schwächere Mauer, die Zwingermauern und einzelne Mauerpartien der inneren Mauer abzureißen. Am 2. Oktober 1796 fand während des Feldzuges in Deutschland zwischen der französischen Rhein- und Moselarmee unter ihrem Befehlshaber Jean Victor Marie Moreau und den Truppen des kaiserlichen Feldzeugmeisters Maximilian Baillet von Latour die Schlacht bei Biberach statt. Infolge des Friedens von Lunéville und des Reichsdeputationshauptschlusses kam Biberach an das Kurfürstentum bzw. spätere Großherzogtum Baden, das am 25. September 1802 von der Stadt Besitz ergriff. Es wurde aber schon 1806 durch die Rheinbundakte gegen die Städte Villingen, Bräunlingen und Tuttlingen sowie die Grafschaft Bonndorf mit dem Königreich Württemberg getauscht, das die Stadt am 24. Oktober 1806 in Besitz nahm. 1810 wurde Biberach zur Oberamtsstadt erhoben und Sitz des württembergischen Oberamts Biberach, das mit kleineren Änderungen an die Stelle des kurzzeitig gebildeten Oberamts Ochsenhausen trat. Im Februar 1813 wurde ein franzosenfeindlicher Anschlag an die vier Stadttore geheftet. Als Reaktion darauf wurde der Abbruch sämtlicher Mauerwerke in Biberach angeordnet, aber nicht durchgeführt. Im Oktober 1836 wurden die Torsperre und das Torgeld mit Rücksicht auf weitere Beitritte zum Deutschen Zollverein aufgehoben. Damit verlor die Stadtbefestigung ihre letzte Bedeutung als finanzielle Schutzwehr und es folgten weitere Abbrüche, bei denen die Mehrzahl der Tore und Türme abgerissen wurde. Lediglich ein kleiner Teil der Mauer zwischen dem Weißen Turm und dem Gigelbergturm sowie im Bereich des Ulmer Tores blieb erhalten. Am 26. Mai 1849 wurde die Bahnstrecke Ravensburg-Biberach dem Verkehr übergeben und somit die Stadt an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn angeschlossen. Ab dem 29. Juni 1850 stand dann eine durchgehende Verbindung von Stuttgart nach Friedrichshafen zur Verfügung. 1914-1918 Biberacher Bürger zeichnen Kriegsanleihen im Wert von 50 Millionen Reichsmark, die ihren Wert vollständig verlieren. 1918 Am Ende des Ersten Weltkriegs wurden von den rund 2250 zum Kriegsdienst eingezogenen Biberachern 316 gefallen oder wurden vermisst. 1918-1919 Die Revolution verläuft weitgehend ruhig, die Mehrheit der Bevölkerung stellt sich bei aller „sentimentalen Anhänglichkeit an das Königshaus“ hinter die neue Regierung (so Boris Barth). Der am 11. November gebildete Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat sorgte hauptsächlich für Sicherheit und Ordnung und die Versorgung der Bevölkerung. Stadtschultheiß Doll und der Gemeinderat sahen die neuen politischen Verhältnissen eher kritisch. Doll soll die Auflösung des Bürgerausschusses und das neue Wahlrecht für den Gemeinderat bedauert haben, „in dem nun Parteien vertreten sein durften“. Am 19. September 1923 demonstrierten im so genannten „Marktkrawall“ einige hundert Arbeiter gegen die unerträglichen Lebensbedingungen in der Hyperinflation. 1923 wurde in Biberach von Gustav Schlotterer und anderen die erste NSDAP-Ortsgruppe gegründet. Schon Ende 1931 waren Nazis Gemeinderäte. Fraktionsführer war der Arzt Dr. Fritz Schroedter, ab 1935 war er Kreisamtsleiter für Volksgesundheit, unter seiner Leitung wurden auch Zwangssterilisierungen vorgenommen. Die Wahlergebnisse der NSDAP lagen 1932/33 über dem Landesdurchschnitt. Am 5. März 1933 erzielte die NSDAP mit 48,3 Prozent die Mehrheit vor dem Zentrum (34,7 Prozent). SPD (9,2) und KPD (4,6) waren bedeutungslos. Der Biberacher Gemeinderat wurde neu gebildet, wobei die NSDAP die Hälfte der 18 Sitze bekam. Im April wurden die Sozialdemokraten Wilhelm Schultheiß, Anton Mönch und Adolf Pirrung, Direktor der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) verhaftet und ins Konzentrationslager auf den Heuberg eingewiesen. Anfang April wird zum Boykott der jüdischen Geschäfte aufgerufen. Die Familien Bergmann und Michaelis verlassen zunächst Biberach, dann Deutschland. An sie erinnern heute Bronzetafeln auf dem Marktplatz. Im Mai 1933 benennt der Gemeinderat die Kronen- in Hindenburgstraße und den Alten Postplatz in Adolf-Hitler-Platz um. Bei den Verwaltungsreformen während der NS-Zeit in Württemberg wurde aus dem Oberamt 1934 der Kreis Biberach, aus dem 1938 der Landkreis Biberach hervorging. Mindestens 200 Menschen wurden 1940 im Zuge der Euthanasiemaßnahmen ermordet, vor allem in Grafeneck. Am Oberschwabentag im Juni 1939 marschierten 12.000 Menschen auf dem Biberacher Marktplatz auf. Während des Zweiten Weltkriegs wurde 1939 auf dem Gelände der heutigen Bereitschaftspolizei von der Wehrmacht ein Kriegsgefangenenlager namens „Lager Lindele“ eingerichtet. Dort waren etwa 146 sowjetische Kriegsgefangene untergebracht, von denen die meisten an Unterernährung starben. Ab September 1942 wurden Bewohner der Kanalinseln Guernsey und Jersey nach Deutschland deportiert, ein Teil von ihnen kam ins Lager Lindele. Im November 1944 wurden hier 149 orientalische Juden aus Tripolis eingesperrt. Im Januar 1945 kamen 133 Häftlinge aus dem KZ Bergen-Belsen dazu, vorwiegend niederländische Juden. Die in dieser Zeit in Biberach gestorbenen Juden wurden 1945 auf dem jüdischen Friedhof in Laupheim begraben. 614 Frauen, Männer und Kinder, die als Zwangsarbeiter aus den Staaten der ehemaligen UdSSR nach Oberschwaben verschleppt wurden, sind auf dem 1949 von den Franzosen angelegten „Russenfriedhof“ beerdigt. Während des Krieges kam es mehrmals zu Luftangriffen auf Biberach. Beim ersten Angriff am 24. Juli 1944 wurde ein D-Zug aus Berlin von Tieffliegern angegriffen; ein Mensch kam dabei ums Leben. Anfang April 1945 wurde ein Lazarettzug beschossen. Hierbei gab es 13 Tote. Am 12. April erfolgte der schwerste Angriff auf Biberach: Sieben alliierte Flugzeuge bombardierten das Gebiet um den Bahnhof, betroffen waren die Ulmer-Tor-Straße, Bahnhofstraße, Bürgerturmstraße und der Obstmarkt. 55 Menschen wurden getötet, 14 verletzt. 37 Gebäude wurden bei dem Angriff zerstört, 24 schwer beschädigt, 15 mittelschwer und etwa 100 leicht. In den Tagen nach diesem Angriff kam es zu einzelnen Tieffliegerangriffen, bei denen insgesamt sechs Menschen getötet wurden. Elf Tage nach dem Angriff wurde die Stadt am 23. April 1945 von der französischen 1. Armee Rhin et Danube besetzt, die unter dem Befehl des Generals Jean de Lattre de Tassigny stand. Die geplante Verteidigung Biberachs wurde nicht umgesetzt: Ein hier zu diesem Zweck befindliches Bataillon wurde abgezogen, die Männer des Volkssturms nach Hause geschickt. Zudem öffneten örtliche Bürger zuvor angelegte Panzersperren. Um 16:30 Uhr rollten die ersten französischen Panzer auf den Marktplatz und Bürgermeister Joseph Hammer übergab die Stadt. Dennoch gab es in der Umgebung noch mehrere Gefechte zwischen deutschen und französischen Truppen: An der Mittelbiberacher Steige starben zwölf deutsche Soldaten bei dem Versuch, die Franzosen aufzuhalten. Beim Jordanbad wurde ein französischer Soldat getötet. Daraufhin stellten die Franzosen ihren Vormarsch auf die Stadt ein und beschossen sie. Dabei wurde eine unbekannte Zahl Zivilisten getötet oder verwundet. Auch nach der Besetzung der Stadt kam es im Umland immer wieder zu Gefechten zwischen französischen Truppen und versprengten deutschen Einheiten, die die Franzosen bei ihrem schnellen Vormarsch durch Oberschwaben hinter sich gelassen hatten. Die Stadt Biberach befand sich 1945 in der Französischen Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, das 1952 als Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern im Land Baden-Württemberg aufging. Um nach dem Krieg rund 12.500 Vertriebene aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern in Biberach unterbringen zu können, mussten dringend Wohnungen gebaut werden. Durch die Gründung der „Biberacher Wohnungshilfe“, den Erwerb von Genossenschaftsanteilen, privaten Darlehen und der Unterstützung durch die Stadt konnte am 2. Juli 1949 der erste Spatenstich für drei neue Häuser auf dem Galgenberg erfolgen. Bis 1958 wurden 1.500, bis 1962 insgesamt 3.000 neue Wohneinheiten gebaut. Zusätzlich mussten auch neue Schulen gebaut werden. Die erste war die Dollinger-Schule am 18. April 1953, der kurze Zeit später das neue städtische Gymnasium auf den Pflugwiesen im März 1962 folgte. Im selben Jahr wurde auch der Bau der Volksschule Birkendorf beschlossen. Durch die Zuwanderung überschritt die Stadt Anfang der 1960er Jahre die Schwelle von 20.000 Einwohnern. Die Stadtverwaltung stellte daraufhin den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, dem die Landesregierung von Baden-Württemberg zum 1. Januar 1962 zustimmte. Durch die Eingliederung der vier Nachbargemeinden Stafflangen, Ringschnait, Rißegg und Mettenberg in den Jahren 1972 bis 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Biberach vergrößert. Um die einzige Eisenbahnbrücke am Eselsberg zu entlasten, wurde 1971 etwa einen Kilometer weiter südlich im Zuge der Königsbergallee eine Talquerspange errichtet, die Riß und Bahnlinie überquert. Die Brücke wurde zum Teil auf einem vorhandenen Bahndamm errichtet, der Teil einer bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplanten Bahnstrecke nach Uttenweiler war, die nie verwirklicht wurde. Bereits einige Jahre zuvor, von 1958 bis 1968, wurde die alte B 30 im Bereich der Ulmer und Memminger Straße vierspurig ausgebaut, um die Innenstadt von Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Ein weiterer Schritt in diese Richtung erfolgte 1981, als die B 30 im Zuge eines Neubaus autobahnähnlich ausgebaut und nach Osten verlegt wurde. Um die Innenstadt noch weiter zu entlasten, wurde die sogenannte „Nord-West-Umfahrung“ von der B 312 entlang des Flugplatzes in das Rißtal südlich von Warthausen gebaut und 2013 freigegeben. Geplant ist, die Nordwestumfahrung von dort aus über einen anschließenden Aufstieg nach Mettenberg mit einer Teiluntertunnelung mit der B 30 zu verbinden. Am 27. Juni 1983 stieß ein französisches Kampfflugzeug des Typs Mirage IIIC (Kennzeichen 342/33-CR) über der Stadt mit einem Geschäftsreiseflugzeug des Typs Partenavia P.68 (Luftfahrzeugkennzeichen D-GFPH) zusammen. Der Jagdbomber stürzte in einem Wohnviertel nahe der Arzneimittelfabrik Thomae im Stadtteil Birkendorf ab. Sieben Personen wurden bei dem Unfall getötet und 13 weitere verletzt. Die folgenden Gemeinden bzw. Orte wurden bereits früher in die Stadt Biberach an der Riß eingegliedert: 1864: Birkendorf 1934: Bergerhausen mit Hagenbuch, Jordanbad und Reichenbach Mit der Gebietsreform in Baden-Württemberg in den 1970er Jahren wurden folgende Orte eingemeindet: 1. Januar 1972: Ringschnait und Stafflangen 1. Januar 1974: Rißegg 1. Januar 1975: Mettenberg Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Biberach hat seit 2009 ein schriftlich ausgearbeitetes und gemeinsam erarbeitetes Integrationskonzept, seit 2010 gibt es eine Koordinierungsstelle für den Bereich Integration (Integrationsbeauftragte) und ein Interkulturelles Forum, daneben zahlreiche Einrichtungen zur Beratung und Hilfe, teilweise in kirchlicher Trägerschaft. Laut Volkszählung 2011 besaßen von den 30.908 Einwohnern 2654 Menschen bzw. 8,6 % der Einwohner Biberachs keine deutsche Staatsbürgerschaft. Von diesen Menschen stammen 2253 aus dem europäischen Ausland, 258 aus Asien, 48 aus Afrika, 83 aus Nord- und Südamerika und 12 sind staatenlos. Die größten Einwanderungsgruppen kommen aus der Türkei (691 Menschen), Kroatien (194), Italien (176), Rumänien (153) und Russland (104). Laut Gemeindestatistik waren am 31. Dezember 2023 von den 34.971 Einwohnern Biberachs 6.794 Personen oder 19,4 % Ausländer. Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2011 waren in der Stadt Biberach 50 % der Bevölkerung katholisch und 24 % evangelisch. 26 % gehörten einer sonstigen oder keiner Religionsgemeinschaft an, oder machten keine Angaben. Das Gebiet der heutigen Stadt Biberach an der Riß gehörte von 585 bis zur Auflösung des Bistums 1821 zum Bistum Konstanz. 1521 verbreitete sich in Biberach die lutherische Lehre und 1523 wurde erstmals lutherisch gepredigt. 1529 stimmte die Mehrheit der Bürger für die Einführung der Reformation, doch schon ein Jahr später auf dem Reichstag in Augsburg war die Haltung wieder unentschlossen. 1531 wurde schließlich die katholische Messe verboten und die Schweizer Kirchenordnung eingeführt. 1536 unterzeichnete die Stadt die Wittenberger Konkordie und 1537 trat sie dem Schmalkaldischen Bund bei. Dennoch gab es in der Stadt weiterhin Katholiken. Die Stadtpfarrkirche St. Martin und Maria wird seither von beiden Konfessionen genutzt. Die Chorräume standen den Katholiken, das Langhaus den Protestanten zu. 1649 wurde offiziell die Parität beider Konfessionen eingeführt. Mit der Päpstlichen Bulle Provida solersque vom 16. August 1821, die Bistumsgrenzen sowie die kirchlichen Instanzen im südwestdeutschen Raum regelte, kam die katholische Gemeinde zum neu gegründeten Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart). Die evangelische Gemeinde war bis 1802 selbständig und wurde dann dem Dekanat Blaubeuren zugeordnet. 1810 wurde Biberach selbst Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Biberach) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Neben der simultan genutzten Stadtpfarrkirche St. Martin gibt es folgende weitere evangelische Kirchen bzw. Kirchengemeinden: Heilig-Geist-Kirche auf dem evangelischen Friedhof (erbaut 1649/62), Friedenskirche (erbaut 1963/66, mit Fenstern von Georg Meistermann) und Dietrich-Bonhoeffer-Kirche auf dem Mittelberg (erbaut 1977). Diese drei Gemeinden bilden mit der Nachbargemeinde Ummendorf und der evangelischen Stadtpfarrkirchengemeinde St. Martin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Biberach. Die evangelische Kirchengemeinde St. Martin hat als weitere Predigstelle die evangelische Spitalkirche. Dabei handelt es sich um den oberen Krankensaal des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals. Die eigentliche Spitalkirche (1978 renoviert), die sich direkt neben der evangelischen Spitalkirche befindet, wird von der katholischen Gemeinde Biberach genutzt. Weitere katholische Kirchen und Kapellen in Biberach sind, neben der simultan genutzten Stadtpfarrkirche St. Martin, die Magdalenenkapelle auf dem katholischen Friedhof (erbaut 1404), die ehemalige Michaelskapelle (1533 profaniert, jedoch heute nicht mehr als Kirche genutzt und als Raum in eines der beiden katholischen Gemeindehäuser der Gemeinde St. Martin integriert), die Pfarrkirche St. Josef in Birkendorf (erbaut 1957) und die Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Mittelberg (erbaut 1967/69). Die heutigen Biberacher Stadtteile außerhalb der Grenzen der einstigen Reichsstadt blieben nach der Reformation katholisch, da die jeweiligen Ortsherren keine evangelische Lehre zuließen. Daher gibt es dort jeweils eine katholische Kirche bzw. Kirchengemeinde und zwar St. Alban Mettenberg (erbaut 1786), Mariä Himmelfahrt Ringschnait (erbaut 1725), St. Remigius Stafflangen (erbaut 1759/70) und St. Gallus Rißegg (erbaut im 15. Jahrhundert, jedoch seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar, in den 1930er Jahren erweitert). Die letztgenannte Gemeinde bildet mit den drei Gemeinden der Kernstadt (St. Martin, St. Josef und Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) die Katholische Gesamtgemeinde Biberach. In allen Stadtteilen Biberachs gibt es heute aber auch Protestanten. Dabei werden die Protestanten der Stadtteile Mettenberg und Stafflangen von der Kirchengemeinde Biberach, die aus Ringschnait von Ochsenhausen und die von Rißegg von Ummendorf aus betreut. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Biberach an der Riß auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde), eine Adventgemeinde, eine Freie Christengemeinde und eine Gemeinde der evangelischen Freikirche Treffpunkt Leben. Auch die Neuapostolische Kirche sowie die Zeugen Jehovas sind in Biberach an der Riß vertreten. Zudem gibt es zwei Moscheen der Vereine DITIB und VIKZ. Seit der Kommunalwahl 2014 wird in Biberach die 1972 eingeführte unechte Teilortswahl nicht mehr durchgeführt. In den vier Teilorten blieben die Ortschaftsräte aber erhalten. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab sich folgendes Ergebnis: An der Spitze der Stadt Biberach an der Riß stand ab dem 13. Jahrhundert der Ammann als Vorsitzender des Gerichts. Daneben gab es ab 1349 auch einen Bürgermeister. 1312 war bereits das Ulmer Recht eingeführt worden. Die Stadt kaufte 1396 das Amt des Ammanns, und ab 1401 lag der Blutbann endgültig bei der Stadt. Ab 1649 wurden jedes Jahr zwei Stadtammänner ernannt. Ab dem Jahr 1294 ist auch ein Rat genannt, der ab dem 15. Jahrhundert aus einem Kleinen Rat und einem Großen Rat bestand. Dem Rat gehörten auch drei Bürgermeister an. Mitgliederzahl und Besetzung wechselten mehrmals. In württembergischer Zeit wurde ein Stadtschultheiß eingesetzt. 1935 wurde aus dem Stadtschultheiß der Bürgermeister, der seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1962 die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister trägt. Dieser wird heute für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. und der 2. Beigeordnete, jeweils mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“. Oberbürgermeister der Stadt ist Norbert Zeidler (parteilos), er folgte 2013 auf den zurückgetretenen Thomas Fettback (SPD). 1806–1819: Karl Josef Anton von Klockh und Georg Ludwig Stecher 1819–1823: Georg Ludwig Stecher 1823–1830: Georg Ludwig Gottlieb Tritschler 1830–1859: Christoph Sebastian von Mayer 1859–1881: Josef Anton Alfons Gebel 1881–1892: Karl Friedrich Nicolai 1893–1913: Karl Müller 1913–1923: Alfred Doll 1923–1945: Josef Hammer 1945–1964: Wilhelm Leger 1964–1994: Claus-Wilhelm Hoffmann 1994–2012: Thomas Fettback seit 2013: Norbert Zeidler Die Stadtfarben sind Blau-Gelb. Biberach unterhält Beziehungen zu fünf Partnerstädten und einer Insel: Valence (Frankreich) Distrikt Tendring, Essex (Vereinigtes Königreich) Asti (Italien) Świdnica/Schweidnitz (Polen) Telawi (Georgien) Kanalinsel Guernsey Für die Partnerschaft mit der Kanalinsel Guernsey wurde der ehemalige Oberbürgermeister Fettback 2005 von Königin Elisabeth II. mit der Ernennung zum Officer des Order of the British Empire geehrt. Biberach ist auch Station der Oberschwäbischen Barockstraße, der Mühlenstraße Oberschwaben und der Schwäbischen Dichterstraße. Der Oberschwäbische Jakobsweg von Nürnberg über Ulm nach Konstanz und weiter nach Santiago de Compostela führt seit dem Mittelalter durch die Stadt. Biberach ist zudem Station der Deutschen Fachwerkstraße. Eine Route mit sechs Städten schließt in Herrenberg an die bestehende Schwarzwaldroute und in Kirchheim/Teck an die ebenfalls bereits etablierte Neckarroute an und führt über Bad Urach, Blaubeuren, Riedlingen, Biberach, Pfullendorf nach Meersburg. Mit einer Gesamtlänge von 560 km ist die Route „Vom Neckar zum Schwarzwald und zum Bodensee“ die zweitlängste in Deutschland. In Biberach befinden sich das älteste und größte Kindertheater und das älteste Amateurtheater Deutschlands, der „Dramatische Verein“. Daneben gibt es noch die beiden städtischen Theater in der Gigelberghalle und im Komödienhaus. Seit 1978 findet jedes Jahr im Herbst das „Filmfest Biberach“ statt, das sich „Familienfest des deutschen Films“ nennt. Eine weitere Institution seit 1993 ist der Kabarettherbst Biberach. Bei der Kleinkunstreihe in den Monaten Oktober und November treffen sich nationale und internationale Größen des Kabaretts. Zu den musikalischen Aktivitäten zählen der „Musikfrühling“ (im Mai) und die „Biberacher Musiknacht“. Eine besondere kirchenmusikalische Prägung erhält die Stadt durch die St.-Martins-Chorknaben Biberach. Das Museum Biberach (bis 2021 "Braith-Mali-Museum"), untergebracht in den Räumen des ehemaligen Hospitals zum Heiligen Geist, zeigt neben der Stadtgeschichte die Geschichte des Flachsens, Spinnens und Webens in Biberach sowie Gemälde und die Malerateliers der Tiermaler Anton Braith und Christian Mali wie auch eine Sammlung von Werken des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Das Wieland-Museum wurde 1907 durch den Biberacher Kunst- und Altertumsverein gegründet. Es ist untergebracht in den original Gartenhäusern, die Christoph Martin Wieland (1733–1813) in Biberach angemietet hatte. Die Ausstellung zeigt Wielands Leben und Werke. Das Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg zeigt im Foyer des Kinocenters „Traumpalast“ unter anderem historische Foto- und Filmapparate von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Im Ortsteil Ringschnait befindet sich das Nistkasten- und Vogelschutzmuseum, das über 500 verschiedene Modelle von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, ferner eine Nestersammlung zeigt und die Geschichte der Nistkästen seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert. Auf dem so genannten „Russenfriedhof“ direkt neben dem evangelischen Friedhof an der ehemaligen Bundesstraße 30 erinnern ein Gedenkstein sowie ein russisch-orthodoxes Sühnekreuz sowie Gräber an 614 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, Frauen, Männer und Kinder aus der Sowjetunion und anderen Staaten, die während des Zweiten Weltkrieges im Lager Lindele ums Leben kamen, darunter an den am 20. Oktober 1943 bei Laupheim ermordeten ukrainischen Zwangsarbeiter Dimitrij Siwidow (Jg. 1914, Vater von drei Kindern). Ein weiterer Denkort ist das Denkmal an die Toten des Lager Lindele, das 2002 auf dem Stadtfriedhof errichtet wurde. Am 8. Mai 2012 wurden zwei Bronzetafeln am Marktplatz und in der Hindenburgstraße vor den Häusern der Familien Bergmann und Michaelis im Gehsteig verlegt. Die Bronzetafeln hatten Schüler durch eine Sammlung finanziert. Das Ortsbild Biberachs wird geprägt vom Marktplatz mit den Patrizierhäusern, dem Marktbrunnen, den renovierten Rathäusern, vom Turm der gotischen Stadtpfarrkirche St. Martin sowie von mittelalterlicher Architektur und den beiden Türmen Weißer Turm und Gigelturm, die das ehemalige Weberviertel Weberberg überragen. Die ehemals gotische, später barockisierte Stadtpfarrkirche St. Martin wurde von 1337 bis 1366 erbaut. Sie wird seit 1548 von beiden christlichen Konfessionen gemeinsam genutzt und ist damit eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands. Die Magdalenenkirche wurde 1404 als Siechenkapelle St. Maria Magdalena erbaut mit Kirchhof und Mauer. Sie war Keimzelle der Biberacher Reformation, Heute dient sie als Friedhofskirche des katholischen Friedhofs und wurde 2006 renoviert. Franziskanerinnenkloster Sta. Maria de Victoria in den Gebäudeteilen ist heute das Amtsgericht Biberach und die Außenstelle Biberach des Staatlichen Hochbauamtes I Ulm. Zu den weiteren Kirchen im Stadtgebiet vgl. Abschnitt Religion. Der Hospital zum heiligen Geist ist das größte Gebäudeensemble in der Altstadt Biberachs. Es wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts als karitative Stiftung gegründet und Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Die Sanierung des Ost- und Westflügels erfolgte 1992 bis 2000. Der Gebäudekomplex beherbergt heute das Braith-Mali-Museum und Baudezernat. Das „Ulmer Tor“ von 1365 ist das letzte erhaltene Stadttor aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die zum größten Teil 1803 abgebaut wurde. Der ehemalige Salzstadel mit dem Weinkeller der Reichsstadt von 1513 liegt am Kapellenplatz, um den sich weitere historische Gebäude gruppieren. Thermal- und Kurbad „Jordanbad“: 1470 wurde das „Spitalbad“ erstmals urkundlich erwähnt. 1889 eröffneten die Franziskanerinnen von Reute hier die erste ärztlich geleitete Kneipp’sche Wasserheilanstalt Deutschlands. Heute ist das nach Modernisierung 2003 eröffnete Thermal-, Sole- und Familienbad mit Saunalandschaft, Wellnessbereich und Vier-Sterne-Parkhotel im Besitz der katholischen St. Elisabeth-Stiftung. Das Hugo-Häring-Haus wurde 1949/1950 als Spätwerk des bekannten Biberacher Architekten Hugo Häring (modernes und organisches Bauen) erbaut. Der Architektur lagen japanische Einflüsse des Wohlbefindens der darin lebenden Menschen zu Grunde. Das Haus wurde in seinen Originalzustand zurückversetzt, mit Original-Möbeln von Hugo Häring eingerichtet und als Museum zugänglich gemacht. Weißgerberwalkmühle Kolesch am Bleicherbach: erbaut 1699 – älteste und letzte noch aktive Walkmühle in Deutschland – mit mehreren Walkhämmern der Weißgerberei (Altsämisch-Gerbereien), in der heute noch nach alter Tradition Leder bearbeitet wird. Der Rote Bau ist ein denkmalgeschützter Sichtbacksteinbau des 19. Jahrhunderts, der nach verschiedenen unterschiedlichen Nutzungen heute das Stadtarchiv von Biberach sowie das Wieland-Archiv beherbergt. Weitere Denkmäler sind die Burg Biberach, Kesselburg, Burg Rißegg, Burg Röhrwangen und die Villa rustica (Burrenwald). Das Baumdenkmal für die Deutsche Einheit befindet sich am Stadtweiher beim Stadtfriedhof. Es wurde am 7. April 2014 anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls von Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Ersten Bürgermeister Ronald Wersch und Baubürgermeister Christian Kuhlmann gepflanzt und angegossen. Das Biberacher Schützenfest ist das wichtigste Biberacher Kinder- und Heimatfest und findet in der letzten ganzen Schulwoche vor den Sommerferien (meist im Juli) statt. Die Hauptfesttage sind der Schützenmontag, der Schützendienstag und der „Bauernschützen“ genannte zweite Sonntag. An ihnen nehmen die Biberacher Schüler am „Bunten Zug“ und am „Historischen Zug“ sowie an der Ziehung (Tombola ohne Einsatz) teil, für die oberen Klassen findet parallel das Biberschießen statt, bei dem mit einer Armbrust auf eine Zielscheibe mit einem Biber geschossen wird. Die beiden besten Schützen (Junge und Mädchen) werden Schützenkönig und -königin und nehmen am Historischen Umzug teil. Zu den kulturellen Höhepunkten im Leben der Stadt gehört seit den 1980er Jahren das Filmfest Biberach, das sich dem deutschsprachigen Film widmet. Der politische Aschermittwoch der Grünen findet traditionell in der Biberacher Stadthalle statt. Seit 1735 reiten die Biberacher Blutreiter an Christi Himmelfahrt zur Reliquie des Heiligen Blutes nach Weingarten. Seit 1979 wird alle zwei Jahre in Biberach der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis verliehen. Die Turngemeinde Biberach 1847 e. V. gehört mit knapp 6.500 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Region. In 28 Abteilungen, von Volleyball, Leichtathletik, Tennis über Schach bis hin zu Taekwondo wird Breiten- und Spitzensport geboten. Erfolgreichste Mannschaft innerhalb der TG Biberach ist die 1. Damenmannschaft der Volleyballabteilung, die in der 3. Bundesliga Süd antritt. Die TG Biberach ist Heimatverein von Markus Deibler und Steffen Deibler. Seit 2010 werden in Biberach die deutschen Tennismeisterschaften ausgetragen. Erwähnenswert ist auch die BMX-Initiative mit ihrem 5.100 m² großen Übungsgelände, das Interessierte auch aus größerer Entfernung anlockt. Das Leichtathletik-Turnier „Weltklasse in Biberach“ fand mehrfach Ende Juni/Anfang Juli statt. Seit 2015 wird auf dem Marktplatz in Biberach, „Deutschlands schönster Kugelstoßarena“, der VOLLMERCup ausgetragen. Regelmäßig über 1000 Handballer aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, darunter viele Jugendliche, sind beim Internationalen Biberacher OsterTurnier zu Gast. Jeweils im September findet in Biberach der Stadtlauf um den Cup der Kreissparkasse Biberach (zuvor: Boehringer-Ingelheim-Cup) statt. Beim „Lauf der Asse“ starten neben zahlreichen Amateuren und Schülern auch Profis aus der ganzen Welt, die dem Stadtlauf das Flair eines internationalen Spektakels verleihen. Zu den beliebtesten lokalen Backwaren gehören „Seele“, „Knauzenwecken“ und – zur Fastenzeit – die „Fastenbrezel“. Exklusiv zum Schützenfest gibt es den „Schützenkrapfen“ (Blätterteig mit Himbeerkonfitüre). Das „Biberacher Milzle“, eine Spezialität aus sieben Sorten Fleisch, vorwiegend Innereien, ist heute auf Speisekarten kaum noch anzutreffen. Das in schwäbischer Mundart vielzitierte „Herrgöttle von Biberach“ ist in Wirklichkeit das „Herrgöttle von Biberbach“ (im nördlichen Landkreis Augsburg) und befindet sich als vielbesuchtes Gnadenbild in der dortigen Wallfahrtskirche. Der berühmteste Sohn der Stadt ist Christoph Martin Wieland. Dessen „Geschichte der Abderiten“, in der die antiken Schildbürger einen Prozess um den Schatten eines Esels führen, gilt als Plädoyer für Bürgerfrieden und ist eine Parabel für den Verlust der demokratischen Tugenden durch Zwietracht. Im Jahr 2000 wurde eine von Peter Lenk gestaltete Esel-Skulptur eingeweiht. Biberach liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen 30 (Ulm – Friedrichshafen), 312 (Stuttgart – Memmingen) und 465. Die B 30 ist vom Südende der Stadt bis zum Autobahnzubringer der A 7, der am Kreuz Hittistetten endet, durchgängig vierspurig ausgebaut. Im Jahr 2013 wurde die Nordwestumfahrung (NWU) eröffnet, die die B 312 (Riedlinger Straße) mit der L 267 (Ulmer Straße) verbindet. Über die NWU führen Fledermausbrücken mit Baukosten von insgesamt rund 400.000 €. Die am 26. Mai 1849 in Betrieb genommene Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen (auch Württembergische Südbahn) durchquert die Stadt in Nord-Süd-Richtung. An der Strecke liegen die Bahnhöfe Biberach (Riß) und Biberach (Riß) Süd. Die Stadt liegt im Verbundgebiet des DING. Es halten zwei Fernzugpaare, Regionalexpresszüge sowie Regio-S-Bahnen: Biberach verfügt mit dem „Flugplatz Biberach a. d. Riß“ über einen Verkehrslandeplatz, der für Luftfahrzeuge bis 6,3 t – also bis zur Klasse typischer Business-Jets – zugelassen ist (ICAO-Code: EDMB). Im Frühjahr 2005 ist die seit 1999 bestehende Asphaltbahn wegen strengerer EU-Vorschriften mit einer Startabbruchstrecke auf insgesamt 1.200 m verlängert worden. Die nächstgelegenen regionalen Verkehrsflughäfen sind Memmingen und Friedrichshafen, der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Stuttgart. Biberach ist Sitz mehrerer weltweit agierender Unternehmen: Boehringer Ingelheim – Standort Biberach (Vormals Dr. Karl Thomae GmbH. Pharmaunternehmen mit Europas größter Anlage zur biotechnologischen Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe mit 5.621 Mitarbeitern sowie 265 Auszubildenden im Jahre 2015) EnBW – Regionalzentrum Oberschwaben (Drittgrößtes Energieunternehmen in Deutschland, Mutterkonzern von Yello Strom) Gustav Gerster GmbH & Co KG (Gardinen- und Posamentenfabrik) KaVo Dental GmbH (Hersteller von Zahnarzt- und Dentallaborbedarf mit etwa 3.300 Beschäftigten, seit 2022 Teil des finnischen Konzerns Planmeca) Liebherr Firmengruppe (Herstellung von Turmdrehkränen und Komponenten der Antriebstechnik mit rund 3.200 Beschäftigten in zwei Unternehmen am Standort Biberach) Handtmann Firmengruppe (Leichtmetallgießerei, Systemkomponenten, Automobilzulieferer, Maschinen für die Nahrungsmittelindustrie, Armaturen und Anlagen für die Getränkeindustrie, Bearbeitungszentren und Kunststofftechnik mit 2.150 Mitarbeitern am Standort Biberach) Die Sana Kliniken haben im Jahr 2013 die Kliniken Landkreis Biberach mit ca. 1.800 Arbeitsplätzen übernommen, davon rund 140 Ausbildungsplätzen. Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH (Hersteller von Bearbeitungsmaschinen für Werkzeuge wie etwa Sägen und PKD-bestückte Werkzeuge) Carl Neff Kunststickerei – ursprünglich im Roten Bau ansässig, als Carl Neff Kunststickereianstalt Württemberg im Jahre 1848 begründetes Unternehmen Biberach ist als Kreisstadt Sitz des Landratsamts des Landkreises Biberach. Biberach ist zudem Sitz des Amtsgerichts Biberach an der Riß, das zum Landgerichtsbezirk Ravensburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Das Finanzamt Biberach befindet sich ebenfalls in der Stadt. Des Weiteren befindet sich die Geschäftsstelle Biberach der Bundesanstalt THW, das Technische Hilfswerk Ortsverband Biberach/Riß und das Zollamt Biberach im Stadtgebiet. Ferner ist die Stadt Sitz des Kirchenbezirks Biberach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanatsverbands Biberach des Bistums Rottenburg-Stuttgart, zu dem die Dekanate Biberach, Laupheim, Ochsenhausen, Riedlingen und Saulgau gehören. Über das lokale und regionale Tagesgeschehen berichtet die Schwäbische Zeitung (Lokalausgabe Biberach) mit ihrem Redaktionsleiter Gerd Mägerle. Der SWR unterhält in Biberach ein Korrespondentenbüro, das vor allem für SWR4 berichtet. Die privaten Bereichssender für Biberach und Umgebung sind Radio 7 aus Ravensburg (105,0 MHz) und Donau 3 FM. Seit Januar 2012 gibt die Stadt Biberach das Mitteilungsblatt Biberach kommunal heraus, das in der Regel mittwochs an alle Haushalte verteilt wird. Kostenlose Wochenzeitungen sind das Wochenblatt und der Südfinder, daneben gibt es die monatlichen Veranstaltungsmagazine akzente und Blix. Biberach ist Sitz der Hochschule Biberach mit den vier Fakultäten Architektur und Energie, Bauwesen und Projektmanagement, Betriebswirtschaft sowie Biotechnologie. Die Stadt Biberach an der Riß ist Träger zweier Gymnasien (Pestalozzi-Gymnasium und Wieland-Gymnasium), einer Realschule (Dollinger-Realschule), einer Förderschule (Pflugschule mit Schulkindergarten für förderungsbedürftige Kinder), einer Werkrealschule (Mali-Werkrealschule) und acht Grundschulen (Birkendorf-Grundschule, Braith-Grundschule, Gaisental-Grundschule, Mittelberg-Grundschule und je einer Grundschule in den Stadtteilen Mettenberg, Ringschnait, Rissegg und Stafflangen). Der Landkreis Biberach ist Träger der Gebhard-Müller-Schule (Kaufmännische Schule), der Karl-Arnold-Schule (Gewerbliche Schule Biberach), der Matthias-Erzberger-Schule (Haus- und Landwirtschaftliche Schule), der Schwarzbach-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten und der Schule für Krankenpflege an den Kliniken Landkreis Biberach. Außerdem findet sich noch das Zimmerer-Ausbildungszentrum, das die überbetriebliche Ausbildung zum Zimmerer für fast ganz Baden-Württemberg durchführt. In Biberach befindet sich auch die Polizeischule Biberach. Folgende Privatschulen runden das schulische Angebot Biberachs ab: Abendrealschule Biberach, Bischof-Sproll-Bildungszentrum (Katholische Grund-, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium), Hauchler Studio GmbH und Co. (Schule für Druck- und Reprotechnik), Fachschule für Landwirtschaft, Schule für Körperbehinderte Biberach, Schule für Sprachbehinderte Biberach und das Schulungszentrum kursiv für Coaching, Schulbegleitung und Teilleistungsschwache. Die Stadt ist Namensgeber des so genannten Biberacher Modells, bei dem die Schüler der altsprachlichen Gymnasien in Baden-Württemberg in der fünften Klasse mit zwei Fremdsprachen (Latein und Englisch) beginnen. Ergänzende Bildungseinrichtungen diverser Träger sind das Braith-Mali-Museum mit einem Museumspädagogischen Angebot, die Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung, die Volkshochschule, die Jugendkunstschule sowie die Bruno-Frey-Musikschule. Die evangelische Kirche stellt eine Familienbildungsstätte, daneben gibt es noch das bfz-Biberach, ein berufliches Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft. Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers wird von der E.wa Riss übernommen. Das Trinkwasser für Biberach wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dieses wird in Appendorf und im Wolfental gefördert. Das Grundwasser aus dem Wolfental wird dann im Wasserwerk Lindele aufbereitet. Mikrobielle Verunreinigungen werden durch Ozonierung entfernt. Das Trinkwasser gelangt anschließend an die Abnehmer in der Biberacher Niederzone (z. B. in der Innenstadt). Das Wasser aus Appendorf fließt in den Hochbehälter Jordanberg (5.000 m³ Fassungsvermögen) und wird an die Verbraucher in der Hochzone verteilt. Im Jahr 2016 verbrauchte ein Einwohner Biberachs durchschnittlich 137 Liter Trinkwasser am Tag, was über dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt von 119 Litern lag. Mit einer Gesamthärte von 20,0 °dH fällt das Wasser in den Härtebereich „hart“. Der Brutto-Verbrauchspreis liegt bei 2,03 Euro je Kubikmeter. Die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich des Abwasserzweckverbands Riss. 99,9 % der Stadtbewohner waren 2016 an die Kanalisation angeschlossen. Sie hat im Ortsgebiet eine Länge von 261 Kilometern (davon 189 Kilometer im Mischsystem). Das Abwasser wird zur zentralen Kläranlage Warthausen geleitet. Die Anlage wurde zuletzt von 2013 bis 2018 umfassend erweitert. Heute hat sie eine Ausbaugröße von 99.000 Einwohnerwerten. Jährlich werden 8,25 Mio. m³ Abwasser im Belebtschlammverfahren gereinigt und in die Riß abgegeben. Der anfallende Klärschlamm wird verfault. Das bei der Faulung entstehende Klärgas wird zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet. Bei einem Energiebedarf von 2,5 Mio. kWh im Jahr können mittlerweile 1,4 Mio. kWh selbst erzeugt werden, was einem Anteil von 56 % entspricht. Der Ringschnaiter Ortsteil Winterreute wird im Text des Schwobarock Songs Ratzariader Schenkelbatscher von Grachmusikoff als Wendrreite erwähnt. Gemeinde Biberach. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Biberach (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 13). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1837, Kapitel B – Ortsbeschreibung (Volltext [Wikisource]). Heinrich Bock: Wieland in Biberach und Weimar. Klett, Stuttgart 1990, ISBN 3-12-895020-2. August Bopp: Das Musikleben in der freien Reichsstadt Biberach. Unter besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit Justin Heinrich Knechts und Katalog der Kick’schen Notensammlung (= Veröffentlichungen des Musik-Instituts der Universität Tübingen), Band 7. Bärenreiter, Kassel 1930. Dieter Buttschardt u. a.: Biberach an der Riss. Panorama einer Stadt. 2. überarbeitete neu bebilderte und erweiterte Auflage. Biberacher Verlags-Druckerei, Biberach 1989, ISBN 3-924489-43-2. Gunther Dahinten: „Die Zauberflöte“ – eine Biberacher Oper? In: Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach, Jg. 2021, H. 2, S. 46–52. Hans-Hermann Garlepp: Der Bauernkrieg von 1525 um Biberach a. d. Riss. Eine wirtschafts- und sozialgeschichtliche Betrachtung der aufständischen Bauern, Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 1987, ISBN 3-8204-0274-8 (= Schriften zur europäischen Sozial- und Verfassungsgeschichte, Band 5, zugleich Dissertation an der FU Berlin, 1987). Erich Keyser (Hrsg.): Württembergisches Städtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1962 (Deutsches Städtebuch. Bd. 4, 2). Franz Schlegel: Biberachs Weihnachtsmusik – ein oberschwäbische Rarität. In: Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach, Jg. 2021, H. 2, S. 34–39. Dieter Stievermann u. a. (Hrsg.): Geschichte der Stadt Biberach. Theiss, Stuttgart 1991, ISBN 3-8062-0564-7. Hedwig Kisel u. a.: Biberach a bedeutends Städtle. Selbstverlag, Biberach 1948 (Nachdruck. Biberacher Verlags-Druckerei, Biberach 1990, ISBN 3-924489-52-1). Homepage der Stadt Biberach LEO-BW: Biberach an der Riß Ortsteil Mettenberg Ortsteil Rissegg mit Rindenmmos Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Biberach an der Riß zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Biberach an der Riß anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Biberach an der Riß auch offline nutzen.

Stadtplan und Landkarte von Biberach an der Riß

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Stadtplan Biberach an der Riß
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Übersichtsplan Biberach an der Riß
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Landkarte Biberach an der Riß
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