Bannewitz

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen
Kreis:Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Postleitzahl:01728, 01731
Vorwahl:0351
Einwohner:10.689
Webseite:https://www.bannewitz.de/
Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/de:Bannewitz

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Bannewitz ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde südwestlich von Dresden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Bannewitz grenzt im Süden und Südosten an Ortsteile von Kreischa (Kleba, Brösgen, Theisewitz, Kleincarsdorf, Quohren), im Südwesten an Teile der Stadt Rabenau (Karsdorf, Oelsa, Obernaundorf), im Westen an Freital und im Norden und Nordosten an die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Vermutlich befindet sich die Wüstung Franken auf dem Gebiet zwischen Possendorf, Brösgen, Kleba, Golberode und Rippien. Die Gemeinde Bannewitz besteht aus den vier Ortschaften Bannewitz, Possendorf, Goppeln und Rippien. Die Ortschaften ihrerseits bestehen aus den folgenden Ortsteilen: Bannewitz: Bannewitz, Boderitz, Cunnersdorf, Welschhufe Possendorf: Börnchen, Possendorf, Wilmsdorf Rippien: Hänichen, Rippien Goppeln: Goppeln, Golberode, Gaustritz Der Ortsteil Bannewitz besteht aus den historischen Dörfern Bannewitz, Eutschütz, Nöthnitz und Rosentitz, die jeweils in nach ihnen benannten Gemarkungen liegen. Bereits vor 4000 Jahren befand sich im Bereich der B 170 eine Siedlung, im Jahr 1311 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als slawische Siedlung „Panewycz“. Bannewitz gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts zur Amtshauptmannschaft Dresden, Possendorf hingegen zur Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde. 1952 wurden die damals noch selbständigen Gemeindeteile dem neuen Kreis Freital zugeschlagen. Nach der Fusion des Landkreises Freital mit dem Landkreis Dippoldiswalde wurde Bannewitz 1994 Teil des neuen Weißeritzkreises. 1999 fusionierten die Gemeinden Possendorf und Bannewitz; wobei der Bannewitzer Ortsteil Kauscha nach Dresden eingemeindet wurde. Im August 2008 ging Bannewitz mit dem Weißeritzkreis in den neugebildeten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über. Im Jahr 1552 zählte Bannewitz elf besessene Mann, im Jahr 1764 lebten hier elf besessene Mann, zwei Gärtner und drei Häusler. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Bannewitz zum jeweiligen Gebietsstand dar. Seit der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 verteilen sich die 18 Sitze des Stadtrats wie folgt auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen: Bürgermeister von Bannewitz ist seit dem 1. April 2022 Heiko Wersig. Die Gemeinde Bannewitz führt nach Beschluss des Gemeinderates vom 15. Dezember 2005 ein amtlich genehmigtes Wappen. Blasonierung: „Im Göpelschnitt geteilt; vom Silber grün bordiertes und von zwei grünen Pfahlfäden gespaltenes silbernes Gebäude mit sechs grünen Fenstern sowie grünem Dach mit Dachreiter; hinten in Silber grüne Eiche; unten in Grün drei silberne mit den Füßen verwachsene Kreuze und zwischen diesen drei silberne sechszackige Sterne.“ Bedeutung Das Gebäude stellt den Malakowturm des Marienschachtes dar und steht für den Bergbau. Die Eiche ist dem Possendorfer Wappen entnommen. Dreizack und Sterne zitieren das Wappen der Familie von Schill und würdigt insbesondere Ferdinand von Schill. Bannewitz unterhält mit der Stadt Bräunlingen in Baden-Württemberg und mit der Stadt Dubi in Tschechien eine Partnerschaft. Bannewitz wird durch ein reges kulturelles Vereinsleben geprägt. Neben drei Karnevalsvereinen, zwei Sportvereinen gibt es auch zwei Musikvereine und viele weitere kleinere Vereine: Das Bergbau- und Regionalmuseum Marienschacht zeigt teilweise verschiedene Ausstellungen sowie eine Dauerausstellung zum Thema Bergbau. Triangulationssäule und markanter 63 m hoher Mobilfunkturm auf dem Gohlig (Goldene Höhe) Malakowturm des Marienschachts: Der 1891 erbaute letzte deutsche Malakowturm. Markantes Bauwerk von Bannewitz, findet sich auch im Wappen wieder Windmühle Possendorf: Besichtigungen möglich Schloss Nöthnitz: 1635 erbautes und 1870 verändertes Renaissanceschloss. Das Schloss war im 18. Jahrhundert im Besitz des Heinrich Graf von Bünau und beherbergte dessen Bibliothek mit über 42 000 Bänden. Bannewitzer Kirche: Sie wurde 1864 als Schule erbaut und diente der Dresdner Kreuzkirchengemeinde ab 1877 als Betsaal. 1885 wurde vor das Gebäude ein Kirchturm gesetzt, dies ist einmalig im Freistaat Sachsen. Possendorfer Kirche: Das Wahrzeichen des Ortsteils, mit ihrem 57 Meter hohen Turm. Die Grundmauern stammen aus dem Jahre 1521, der Hauptteil der Kirche wurde 1595/96, die Apsis im 14. Jh. erbaut. Bauliche Veränderungen gab es im 17. und 18. Jahrhundert. Gasthof auf dem Lerchenberg mit Aussichtsturm ins Osterzgebirge Am nordöstlichen Rand von Bannewitz befindet sich der Schlosspark Nöthnitz, an welchen das Schloss Nöthnitz grenzt. Im Ortsteil Possendorf, in der Nähe der Schulstraße, befindet sich zudem ein Schulpark. Ein weiterer Park, der Lunapark, befindet sich auf dem Rücken des Gohligs am nördlichen Rand des Ortsteils Hänichen. Von hier kann nach Dresden, über das Elbtal, bis in die Sächsische und Böhmische Schweiz sowie in das Osterzgebirge geblickt werden. SV Bannewitz e. V. Der Sportverein verfügt über die Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball und Schach. Dabei vertritt die 1. Mannschaft der Schachabteilung den Verein in der Oberliga und die 1. Mannschaft der Tischtennisabteilung in der Bezirksliga. Im Fußball spielte der SV Bannewitz seit der Saison 2006/2007 in der Landesliga Sachsen, musste aber nach der Saison 2009/10 in die Bezirksliga Dresden (später Mitte) absteigen. SG Empor Possendorf e. V. verfügt über die Abteilungen Fußball, Volleyball, Popgymnastik und Turnen. Insgesamt hat der Verein 510 Mitglieder die Freizeit- und Wettkampfsport betreiben. Beim Fußball konnte die 1. Männermannschaft in die Bezirksliga Staffel Mitte aufsteigen. Der ehemalige Motorclub MC Bannewitz war Nutzer der inzwischen geschlossenen Motocross-Strecke An der Senke, die durch und um eine Kiesgrube führte. Dort wurden zwischen 1966 und 1989 Moto-Cross- und Auto-und-Moto-Cross-Veranstaltungen durchgeführt. Aus dem MC Bannewitz kam im Jahre 1969 mit Heiner Wirth der DDR-Meister im Motocross in der Klasse bis 125 cm³. Durch die Gemeinde Bannewitz führte ab 1856 die Windbergbahn von Potschappel, welche ursprünglich als Industriebahn zur Abfuhr der bei Hänichen und am Windberg geförderten Steinkohlen gebaut wurde. Nach der Aufnahme des Personenverkehrs und der Verlängerung bis Possendorf 1909 entwickelte sich die Verbindung zu einer bedeutenden Ausflugsbahn. 1951 wurde die Strecke stillgelegt und abgebaut. Als heute wichtigste Verbindungsstraße der Gemeinde gilt die Bundesstraße 170. Im Süden des Gemeindegebiets beginnt sie im Ortsteil Rundteil, verläuft durch Possendorf, Hänichen und Bannewitz. Im Nördlichen Teil der Gemeinde befindet sich die Auffahrt Dresden-Südvorstadt zur Autobahn A17. Das Rittergut Nöthnitz musste infolge der Bodenreform 1946 seine Ländereien an Neubauern aufteilen. 1949 wurde die MAS Bannewitz gegründet, welche 1952 in die 1952 gegründete LPG Fortschritt Bannewitz überging. 1958 hatte diese einen sechsställigen Rinderoffenstall mit Milchkühen an der Horkenstraße und Schweineställe in Kleinnaundorf in Betrieb. Im ehemaligen Rittergut Nöthnitz war die Werkstatt untergebracht. Seit den 1990er Jahren gehören Teile der aufgelösten LPG Freundschaft und Fortschritt Bannewitz der Dresdner Vorgebirgs Agrar AG. Nach der Deutschen Einheit entstanden auch etliche Wiedereinrichter. Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Freital Bannewitzer Amtsblatt Grundschule Possendorf Grund- und Oberschule Bannewitz Musik-, Tanz- und Kunstschule Bannewitz Musikschule Bannewitz (KulturTankstelle) Von 1961 bis 1963 nannten sich die Maler Karlheinz Effenberger, Gerhard Floß, Hannes Meier und Horst Holinski Kollektiv Bannewitz, weil sie als Studenten Ende der 1950er Jahre im Ort zum Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft waren. Ferdinand von Schill (1776–1809), preußischer Offizier Ernst Sommerschuh (1844–1905), Architekt Karl Otto Uhlig (1872–1950), sächsischer Innenminister (1919–1920); Gemeinderatsmitglied (1899–1902) Otto Uhlig (1902–1984), Arbeitsamtsdirektor Curt Querner (1904–1976), Maler (Vertreter der Neuen Sachlichkeit) Kurt Pietsch (Kurt Pětš) (1912–1998), Ornithologe Wilfried Seidel (* 1939), Politiker Heiner Wirth (* 1942), DDR-Meister im Motocross in der Klasse bis 125 cm³ Torsten Michel (* 1977), Sternekoch im Restaurant Schwarzwaldstube in Baiersbronn, ausgezeichnet mit 3 Michelinsternen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768), Archäologe, Antiquar und Kunstschriftsteller, Bibliothekar auf Schloss Nöthnitz Theodor Reuning (1807–1876), Agronom, Jurist Josef Eduard Tammer (11. April 1883, Schirgiswald–19. März 1959, Oberlausitz), Maler Augustina Schumacher (bürgerlicher Name Maria Katharina Clara Schumacher) (1887–1945), Gründerin der Kongregation der Nazarethschwestern vom hl. Franziskus in Goppeln Cornelius Gurlitt: Bannewitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 1. Bannewitz im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen Website der Gemeinde Bannewitz Stadtpläne und Landkarten vom Stadtplandienst helfen Ihnen dabei, sich in Bannewitz zu orientieren. Sie können die Karten im Internet aufrufen und sich interessante Orte von Bannewitz anzeigen lassen, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder auch Tankstellen, Geldautomaten, Imbisse usw. Ausgedruckt können Sie den Stadtplan von Bannewitz auch offline nutzen.

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